Ein­tau­send 100 ers­te Fra­gen

Hilfs­bro­schü­re für Ge­flüch­te­te

Nordwest-Zeitung - - AUS DEN STADTTEILEN - VON MARC GESCHONKE

DIETRICHSFELD – Fra­gen nach der Glau­bens- und Ge­wis­sens­frei­heit, der Not­hil­fe­pflicht, An­lauf­stel­len für Frau­en und Kin­der, Miet­zah­lungs­we­ge oder die Ol­den­bur­gCard – selbst vie­le deut­sche Bür­ger dürf­ten da kaum feh­ler­frei so­gleich al­le Ant­wor­ten pa­rat ha­ben.

Au­ßer na­tür­lich, sie ha­ben die neue Hilfs­bro­schü­re „100 ers­te Fra­gen – 100 Ant­wor­ten“des För­der­ver­eins Dietrichsfeld in der Ta­sche.

Das ge­ra­de ein­mal 15 Zen­ti­me­ter gro­ße Heft­chen klärt all das, was Ge­flüch­te­te, aber auch In­te­gra­ti­ons­hel­fer in­ner- und au­ßer­halb der Ol­den­bur­ger Asy­l­ein­rich­tun­gen wis­sen soll­ten. Ab so­fort gibt es die Bro­schü­re, die ein bi­na­tio­na­les Team des hie­si­ges Stadt­teil­treffs wie be­rich­tet in un­zäh­li­gen Re­dak­ti­ons­sit­zun­gen aus­dis­ku­tiert und er­stellt hat, auch eben­da zu kau­fen. Zwei Eu­ro soll sie kos­ten. Das sind zwar zwei Eu­ro mehr als zu­nächst ge­plant, al­ler­dings hat das auch sei­nen gu­ten Grund: „Wür­den wir sie frei ver­tei­len, wä­ren die meis­ten Bro­schü­ren si­cher schnell weg“– und eben nicht bei je­nen Ziel­grup­pen, die sie wirk­lich be­nö­ti­gen, so Regina Dirk­sen vom Stadt­teil­treff.

Die ers­ten 1000 und be­reits ge­druck­ten Wer­ke sind in deut­scher Spra­che ver­fasst, da­mit in der Haupt­sa­che für die Hel­fer und Ein­rich­tun­gen als Weg­wei­ser ge­dacht. Kurz vor Druck­le­gung ste­hen in­des die Aus­ga­ben in ara­bi­scher, per­si­scher und eng­li­scher Spra­che wie To­na­li­tät, ent­spre­chend wird noch ein­mal al­les in­ten­siv auf Feh­ler und dro­hen­de Miss­ver­ständ­nis­se ge­prüft. Eben­so im Fo­kus: Ei­ne In­ter­net­prä­senz, die mit Fra­gen und Ant­wor­ten be­stückt wer­den soll. Da aber auch die­ses Pro­jekt auf Eh­ren­amt­lich­keit fußt, dürf­te es noch et­was bis zur Voll­en­dung dau­ern.

Stadt und Spon­so­ren hat­ten in­des die Bro­schü­re mög­lich ge­macht; der zu er­war­ten­de Ver­kaufs­er­lös wird aus­schließ­lich für wei­te­re Nach­dru­cke oder Ak­tua­li­sie­run­gen, al­so mög­li­che zwei­te Auf­la­gen, be­wahrt. „Es tut sich schließ­lich wö­chent­lich Neu­es in die­sem Feld, da könn­te sich rasch der ein oder an­de­re Punkt über­ho­len“, be­grün­det Dirk­sen, „und wir die­se Mit­tel gut nut­zen“.

Die be­acht­li­che Erst­auf­la­ge ist 90 Sei­ten stark, Fra­gen wie Ant­wor­ten sind über­sicht­lich nach The­men­ge­bie­ten und Far­ben sor­tiert. Sym­bo­le und Gra­fi­ken hel­fen bei der Ver­mitt­lung, Adres­sen und Te­le­fon­num­mern bei drän­gen­den Kon­takt­wün­schen.

BILD: GESCHONKE

So sieht die Bro­schü­re aus.

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