Trude Simonsohn

Nordwest-Zeitung - - NACHRICHTEN -

Die Au­schwitz-Über­le­ben­de und Zeit­zeu­gin Trude Simonsohn, die am Sonn­tag in der Pauls­kir­che als ers­te Frau mit der Eh­ren­bür­ger­wür­de der Stadt Frankfurt am Main auf Le­bens­zeit aus­ge­zeich­net wur­de, wur­de 1921 in Ol­mütz (Olo­mouc) in Tsche­chi­en ge­bo­ren. Bei der Eh­rung han­delt sich um die höchs­te Auszeichnung, die die Kul­turund Ban­ken­stadt am Main seit 1795 ver­gibt.

Nach dem Ein­marsch der Wehr­macht war Trude Simonsohn in die Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger The­re­si­en­stadt und Au­schwitz ver­schleppt wor­den. 1955 zog sie nach Frankfurt, wo sie im Vor­stand der Jü­di­schen Ge­mein­de für So­zi­alund Er­zie­hungs­be­ra­tung Ver­ant­wor­tung über­nahm. Simonsohn sag­te, sie freue sich über die Eh­rung, ha­be aber noch nicht rich­tig rea­li­siert, war­um aus­ge­rech­net sie aus­ge­wählt wor­den sei. Au­ßer­dem ver­ste­he sie nicht, war­um sie die ers­te Frau auf der jetzt 27 Na­men um­fas­sen­den Lis­te der Frank­fur­ter Eh­ren­bür­ger sei. Dar­un­ter sind François Mit­ter­rand (1986) und Hel­mut Kohl (1999).

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