Brü­cke stürzt ein

Nordwest-Zeitung - - PANORAMA -

JAKARTA – Durch den Zu­sam­men­sturz ei­ner Hän­ge­brü­cke in der Nä­he der in­do­ne­si­schen Fe­ri­en­in­sel Ba­li sind am Sonn­tag­abend min­des­tens neun Men­schen ums Le­ben ge­kom­men. 30 Men­schen wur­den ver­letzt.

Zie­hung Sonn­abend:

STUTTGART – Ein Haus, ein Au­to oder ei­nen Ka­ri­bik­ur­laub – von ei­nem Lot­to­ge­winn kann man sich vie­les leis­ten. Doch ein Tip­per aus dem Schwarz­wald kann sich jetzt so­gar ei­ne klei­ne Stra­ße oder ei­nen Fuhr­park oder ei­ne Ka­ri­bik­in­sel leis­ten und hät­te so­gar noch Geld üb­rig. Er – oder sie – hat 90 Mil­lio­nen Eu­ro im Lot­to ge­won­nen. Ei­ne solch ho­he Sum­me hat in Deutsch­land noch nie ein Lot­to­spie­ler ab­ge­räumt.

Ge­mel­det hat sich der Ge­win­ner am Sonn­tag aber noch nicht. „Da ist das Ent­schei­den­de: Bleibt er auf dem Bo­den?“, sagt der Wirt­schafts­wis­sen­schaft­ler und Po­li­to­lo­ge Max Hö­fer. Er hat an dem so­ge­nann­ten Glücks­at­las mit­ge­ar­bei­tet, der jähr­lich vor­ge­stellt wird. Und er weiß: „Geld ver­bes­sert nur bis zu ei­ner ge­wis­sen Min­dest­grö­ße die Le­bens­zu­frie­den­heit.“Bei 90 Mil­lio­nen Eu­ro ist die längst über­schrit­ten – so­gar wenn hin­ter dem Ge­win­ner ei­ne Tipp­ge­mein­schaft ste­cken soll­te, die sich das Geld teilt. 60000 Eu­ro im Jahr sind ihm zu­fol­ge laut Stu­di­en die Sum­me, bis zu der Geld tat­säch­lich glück­lich ma­chen kann. Hö­fer: „Je­der zu­sätz­li­che Eu­ro bringt kaum mehr Le­bens­zu­frie­den­heit.“ NEW YORK – Erst­mals seit ih­rer Ge­burt vor 13 Mo­na­ten kön­nen die Brü­der Ani­as und Ja­don in ge­trenn­ten Bet­ten lie­gen. Die an den Köp­fen ver­wach­se­nen sia­me­si­schen Zwil­lin­ge wa­ren in ei­nem spek­ta­ku­lä­ren me­di­zi­ni­schen Ma­ra­thon­ein­griff in New York ge­trennt wor­den. Die 27 St­un­den dau­ern­de Ope­ra­ti­on wur­de am Frei­tag (Orts­zeit) er­folg­reich be­en­det.

„Zwei ge­trenn­te Ba­bys“, schrieb die Mut­ter der Kin­der, Ni­co­le McDo­nald, nach der Ope­ra­ti­on auf Face­book. Sie stün­den jetzt vor ei­nem neu­en Ka­pi­tel ih­res Le­bens. Es wer­de Wo­chen dau­ern, bis man ab­se­hen kön­ne, wie sich die Jun­gen von dem Ein­griff er­ho­len. Dem Sen­der CNN zu­fol­ge, der den am Don­ners­tag be­gon­ne­nen Ein­griff do­ku­men­tier­te, dau­er­te al­lein die Tren­nung der bei­den Schä­del rund 16 St­un­den. Kom­pli­zie­rend kam hin­zu, dass sich die Brü­der ei­ne et­wa fünf mal sie­ben Zen­ti­me­ter gro­ße Flä­che Hirn­ge­we­be teil­ten. Wei­te­re Ope­ra­tio­nen wa­ren nach dem letz­ten Trenn­schnitt nö­tig, um ih­re bei­den Köp­fe wie­der zu ver­voll­stän­di­gen.

Das Ärz­te­team um den Neu­ro­chir­ur­gen Ja­mes Good­rich vom New Yor­ker Mon­te­fio­re Me­di­cal Cen­ter hat­te die jun­gen Pa­ti­en­ten über Mo­na­te hin­weg auf die schwie­ri­ge Ope­ra­ti­on vor­be­rei­tet. So wur­de et­wa ih­re Kopf­haut mit Im­plan­ta­ten für die ge­plan­te Tren­nung aus­ge­dehnt.

ARCHIVBILD: DPA

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