TV-Zu­schau­er spre­chen Kampf­pi­lot frei

Das Ers­te lässt in „Ter­ror“über fik­ti­ven Mord­pro­zess ab­stim­men

Nordwest-Zeitung - - VORDERSEITE -

FRANKFURT OT/EPD – Darf man Le­ben ge­gen Le­ben auf­wie­gen? Man darf – zu­min­dest, wenn es nach der Mehr­heit der Zu­schau­er des TV-Dra­mas „Ter­ror“im Ers­ten geht. 87 Pro­zent von ih­nen stimm­ten am Mon­tag­abend te­le­fo­nisch für un­schul­dig – und spra­chen da­mit den fik­ti­ven Kampf­pi­lo­ten Lars Koch (Flo­ri­an Da­vid Fitz als schnei­di­ger Eli­te-Sol­dat) frei.

In dem Stück des Ju­ris­ten Fer­di­nand von Schi­rach, auf dem der ARD-Film „Ter­ror“ba­siert, wird ein ve­ri­ta­bles Di­lem­ma ver­han­delt: Ei­ne Luft­han­sa-Ma­schi­ne mit 164 Men­schen an Bord wur­de von ei­nem Ter­ro­ris­ten ent­führt und nimmt Kurs auf ein aus­ver­kauf­tes Fuß­ball­sta­di­on in München. Zwei Kampf­jets der Bun­des­wehr ver­su­chen das Flug­zeug ab­zu­drän­gen, oh­ne Er­folg. An der Stadt­gren­ze ent­schei­det sich der Pi­lot des ei­nen Jets, die Ma­schi­ne ab­zu­schie­ßen. 164 Men­schen kom­men ums Le­ben, nun muss sich Ma­jor Koch we­gen Mor­des vor Ge­richt ver­ant­wor­ten.

„Ter­ror“war in der ab­ge­lau­fe­nen Sai­son auch im Gro­ßen Haus des Ol­den­bur­gi­schen Staats­thea­ters zu se­hen. In der nächs­ten Spiel­zeit wird es wie­der auf­ge­nom­men.

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