„EU-Bür­ger wie Skla­ven be­han­delt“

Nordwest-Zeitung - - NIEDERSACHSEN -

HANNOVER/DPA – Nie­der­säch­si­sche Be­ra­tungs­stel­len ha­ben von 2013 bis 2016 rund 3000 Fäl­le von aus­ge­beu­te­ten Ar­beits­mi­gran­ten be­treut, teil­te Kat­ar­zy­na Zent­ner, Lei­te­rin der Be­ra­tungs­stel­le für Mo­bi­le Be­schäf­tig­te in Hannover, mit. „EU-Bür­ger wer­den als Ar­beits­mi­gran­ten wie Skla­ven be­han­delt“, sag­te sie.

Vie­len wür­de kein oder zu we­nig Lohn ge­zahlt, ei­ni­ge hät­ten kei­ne Un­ter­kunft und kei­ne Ver­trä­ge. In den Be­ra­tungs­stel­len in Ol­den­burg, Braun­schweig und Lü­ne­burg wür­den sich pro Wo­che et­wa zehn Men­schen mel­den. Meist ar­bei­ten sie im Bau­ge­wer­be, in der Fleisch­in­dus­trie oder in der Land­wirt­schaft. Für die Be­hör­den ist es schwie­rig, Tä­ter fest­zu­set­zen, vor al­lem weil die Ar­bei­ter oft bei Su­b­un­ter­neh­men be­schäf­tigt wer­den.

WOLF LOEBEL/RHINESCHEME GM­BH

Ar­bei­ter er­le­dig­ten die ab­schlie­ßen­den Ar­bei­ten am 14. Ok­to­ber in der Han­no­ver­schen Stra­ße im chi­ne­si­schen Chang­de, das ar­chi­tek­to­nisch von Hannover in­spi­riert ist. Das Vier­tel wird an die­sem Di­ens­tag von ei­ner De­le­ga­ti­on aus der Lan­des­haupt­stadt er­öff­net. Be­su­cher kön­nen auf der Han­no­ver­schen Stra­ße zwi­schen Back­stein­häu­sern fla­nie­ren, im „Deutsch“-Re­stau­rant oder in ei­ne Kaf­fee­ma­nu­fak­tur ein­keh­ren.DPABILD:

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