Ge­pansch­ter Wod­ka jetzt ver­nich­tet

Nordwest-Zeitung - - IM NORDWESTEN - VON LARS LAUE UND HEI­KO LOS­SIE

Wie die Un­ter­neh­men in Nie­der­sach­sen im bun­des­wei­ten Ver­gleich ab­schnei­den, hat nun ei­ne Stu­die ana­ly­siert. Beim Ver­gleich der Land­krei­se gibt es ei­ne Über­ra­schung.

IM NORD­WES­TEN – Beim Zu­kunfts­the­ma Di­gi­ta­li­sie­rung sind die Un­ter­neh­men im Kreis Lü­ne­burg laut ei­ner Stu­die so gut auf­ge­stellt wie in kei­nem an­de­rem Land­kreis bun­des­weit. Nie­der­sach­sen ins­ge­samt zeigt dem­nach im Län­der­ver­gleich ei­nen durch­schnitt­li­chen Wert. Al­ler­dings gibt es ein Ge­fäl­le. Klei­ne Be­trie­be mit we­ni­ger als 100 Mit­ar­bei­tern sind häu­fig in der Di­gi­ta­li­sie­rung noch ganz au­ßen vor.

Als Leucht­tür­me mit über­durch­schnitt­lich di­gi­tal agie­ren­den Un­ter­neh­men wer­den die Städ­te Ol­den­burg, Os­na­brück, Em­den und Wolfs­burg ge­nannt. Nach­hol­be­darf se­hen die Ex­per­ten in ei­ni­gen Re­gio­nen mit eher ge­rin­ger Be­sie­de­lungs­dich­te. So lie­gen die Land­krei­se Clop­pen­burg, Cuxhaven und Gif­horn mit ei­nem durch­schnitt­li­chen In­dex­wert von un­ter 3,9 am En­de der Ska­la. Dort sind rund zwei von drei Un­ter­neh­men noch nicht di­gi­ta­li­siert, ha­ben al­so ei­nen Di­gi­tal-In­dex von null.

Das sind Er­geb­nis­se ei­ner am Don­ners­tag in Han­no­ver vor­ge­stell­ten Stu­die des ar­beit­ge­ber­na­hen In­sti­tuts der deut­schen Wirt­schaft (IW ) aus Köln. Auf­trag­ge­ber sind Nie­der­sach­sens Me­tall­ar­beit­ge­ber. Nach der Ana­ly­se liegt der so­ge­nann­te Di­gi­tal-In­dex für Nie­der­sach­sens Un­ter­neh­mens­land­schaft mit 4,8 Punk­ten 0,1 Punk­te un­ter dem deut­schen Durch­schnitt.

Über­durch­schnitt­lich di­gi­tal sei die Un­ter­neh­mens­land­schaft in den städ­ti­schen Ge­bie­ten zwi­schen Harz und Küs­te, heißt es in der Stu­die wei­ter. Mit 6,6 Punk­ten be­sitzt Os­na­brück dem­nach den höchs­ten Wert Nie­der­sach­sens. Der Best­wert beim „di­gi­ta­len Rei­fe­grad“im Kreis Lü­ne­burg hän­ge vor al­lem am eher klei­nen An­teil von Un­ter­neh­men mit der Rei­fe Null – und we­ni­ger an schon hoch di­gi­ta­li­sier­ten Leucht­turm­fir­men mit ent­spre­chen­den Spit­zen­wer­ten.

Me­tho­disch ana­ly­siert die Stu­die die di­gi­ta­le Rei­fe mit ei­nem Bün­del von Fak­to­ren. Be­ur­teilt wer­den die di­gi­ta­len The­men und Ge­schäfts­mo­del­le in den Un­ter­neh­men, ihr In­ter­net­auf­tritt oder auch die Ak­ti­vi­tä­ten in So­ci­al-Me­di­aKa­nä­len wie Twit­ter und Face­book. Es han­de­le sich da­bei um ei­ne „Vol­ler­fas­sung“al­ler Fir­men bun­des­weit.

Der Stu­die zu­fol­ge sind gro­ße Be­trie­be ge­ne­rell di­gi­ta­ler als klei­ne. Da­bei lie­gen die Bran­chen In­for­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gie so­wie Me­tall- und Elek­tro­in­dus­trie „deut­lich über dem Durch­schnitt“.

Durch die Ver­net­zung von Pro­duk­ti­on, Pro­duk­ten, Un­ter­neh­men und Märk­ten BRAM­SCHE/DPA – Rund 10 000 be­schlag­nahm­te Fla­schen mit ge­pansch­tem Wod­ka hat der Zoll in Bram­sche bei Os­na­brück ver­nich­ten las­sen. Der aus In­dus­trie­al­ko­hol, Metha­nol und Was­ser ge­pansch­te In­halt, ins­ge­samt rund 8000 Li­ter, soll dem­nächst in ei­nem Re­cy­cling-Zen­trum ver­brannt wer­den. Die vol­len Fla­schen wur­den dort am Don­ners­tag zer­schred­dert.

Un­ter­su­chun­gen er­ga­ben in den Fla­schen ei­nen Metha­nol­ge­halt von bis zu 14,6 Gramm je Li­ter, wie ein Spre­cher der Ge­ne­ral­zoll­di­rek­ti­on in Bonn mit­teil­te. Der In­halt ha­be da­mit die zu­läs­si­ge Men­ge um das 300-fa­che über­schrit­ten.

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