Ta­xi­fah­rer weh­ren sich ge­gen Vor­wür­fe

Auch Lohn­ne­ben­kos­ten stei­gen – In Nach­bar­land­krei­sen von Preis­er­hö­hung kei­ne Re­de

Nordwest-Zeitung - - STADT OLDENBURG -

OL­DEN­BURG/HUS – Nicht nur die Er­hö­hung des Min­dest­lohns für Ta­xi­fah­rer von 8,50 auf 8,84 Eu­ro be­las­tet die Ta­xi­un­ter­neh­mer, auch die hö­he­ren Lohn­ne­ben­kos­ten wie der Ar­beit­ge­ber­an­teil zu den Kran­ken-, Ren­ten-, Pfle­ge­und Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­run­gen schlägt in der Bi­lanz zu Bu­che, schreibt Rem­mer Wit­te von der „Acht-Elf-Elf Gm­bh“. Das Ta­xi­fah­ren soll des­halb um zehn Cent pro Ki­lo­me­ter teu­rer wer­den, auch die Grund­ge­bühr wird von 3,50 auf 3,60 Cent an­ge­ho­ben.

Zu­dem stün­den in den Be­trie­ben auch Mit­ar­bei­ter wie bei­spiels­wei­se in der Te­le­fon­zen­tra­le, Bü­ro- und Rei­ni­gungs­kräf­te auf der Ge­halts­lis­te. Au­ßer­dem sei das Ge­wer­be mehr­wert­steu­er­pflich­tig. „Un­se­re Be­rech­nung der Mehr­kos­ten von 2,5 Pro­zent für die Um­set­zung der ak­tu­el­len Min­dest­lohn­an­pas­sung und des­sen In­te­gra­ti­on in den be­ste­hen­de Ta­xi­ta­rif ba­siert auf den bun­des­weit als be­last­ba­re Re­fe­renz an­er­kann­ten Zah­len des Ham­bur­ger Ta­xi­ge­wer­bes“, schon jetzt die end­gül­ti­gen Durch­füh­rungs­ver­ord­nun­gen vor und die ge­setz­li­chen Ver­pflich­tun­gen wür­den trotz­dem ab Ja­nu­ar 2017 grei­fen. „Hier muss das Ge­wer­be al­so sehr schnell re­agie­ren, da der Ge­setz­ge­ber lei­der die ver­füg­ba­re Ent­wick­lungs­zeit mehr oder we­ni­ger für sich al­lein in An­spruch ge­nom­men hat“, zeigt sich Wit­te un­zu­frie­den mit dem Vor­ge­hen.

Rem­mer Wit­te: „Be­zieht man die­se Fak­to­ren mit ein, er­scheint die be­an­trag­te Ta­rif­an­pas­sung um 3,85 Pro­zent sehr rea­lis­tisch, um die an­fal­len­den Mehr­kos­ten 1:1 auf­fan­gen zu kön­nen und las­sen ent­ge­gen Ih­ren Aus­füh­run­gen ab­so­lut kei­ne zu­sätz­li­chen Ta­schen­gel­der für die Un­ter­neh­mer zu.“

In den Land­krei­sen Am­mer­land, Vech­ta, Ol­den­burg und Clop­pen­burg ist üb­ri­gens von Preis­er­hö­hun­gen nicht die Re­de, er­gab ei­ne Nach­fra­ge der Ð.

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