Bei­fuß stellt kei­ne gro­ßen An­sprü­che

Würz­pflan­ze für die Win­ter­kü­che – Blät­ter vor der Blü­te ern­ten

Nordwest-Zeitung - - GARTEN - VON PE­TER BUSCH

Die­se Würz­pflan­ze ge­hört zu den über zwan­zig Ar­te­mi­siaar­ten, ge­nau­so wie die im Kräu­ter­gar­ten ge­schätz­ten Pflan­zen Wer­mut, Eber­rau­te und Es­tra­gon. We­gen ih­rer viel­sei­ti­gen Heil­wir­kun­gen wa­ren die­se Pflan­zen schon im Al­ter­tum ge­schätzt; ihr bo­ta­ni­scher Na­me geht auf die grie­chi­sche Göt­tin Ar­te­mis zu­rück.

Die ge­trock­ne­ten, aber auch die fri­schen Bei­fuß­knos­pen wer­den in der Kü­che stets zer­sto­ßen ver­wen­det. Im Vor­der­grund steht die Ver­wer­tung zu Ge­flü­gel- und Schwei­ne­bra­ten, aber auch zu Roh­kost und Sup­pen und zu ge­gar­ten Fisch­zu­be­rei­tun­gen so­wie Pilz­ge­rich­ten passt die­ses aro­ma­ti­sche Ge­würz in klei­nen Men­gen sehr gut.

Im Gar­ten stellt der Bei­fuß kei­ne gro­ßen An­sprü­che. Die Pflan­ze ge­deiht auch noch auf tro­cke­nem, ma­ge­ren Bo­den, ei­ne son­ni­ge La­ge ist aber zu emp­feh­len. Von jun­gen Pflan­zen sam­melt man die klei­nen Blätt­chen, an­sons­ten schnei­det man die Triebspit­zen mit den knos­pen­den Blü­ten ganz ab. Da wäh­rend der Blü­te zu­neh­mend Bit­ter­stof­fe ein­ge­la­gert wer­den, soll­te man den recht­zei­ti­gen Ern­te­ter­min nicht ver­säu­men. Vor dem Trock­nen ent­fernt man die Blät­ter von den Trie­ben, die eben­falls zu bit­ter zum Wür­zen sind. Die tro­cke­nen Blü­ten wer­den von den Stän­geln ab­ge­pflückt und kühl und tro­cken ge­la­gert.

In der Heil­pflan­zen­kun­de be­rei­tet man aus den Blät­tern ei­nen Tee, der fie­ber­sen­kend, krampf­lö­send und harn­trei­bend wirkt. Ähn­lich wie Wer­mut wer­den Bei­fuß­zwei­ge auch in Kräu­ter­kis­sen ge­füllt und zwi­schen die Wä­sche ge­legt, wo sie vor Mot­ten schüt­zen sol­len.

BILD: PE­TER BUSCH

We­gen sei­ner statt­li­chen Grö­ße be­kommt Bei­fuß ei­nen aus­rei­chend gro­ßen Platz im Gar­ten. Im Kräu­ter­beet ist sein Stand­ort in der hin­ters­ten Rei­he.

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