Wag­nis

Nordwest-Zeitung - - MEINUNG - VON SA­B­RI­NA WENDT

Jahr­zehn­te­lang wa­ren die Auf­ga­ben im Me­di­en­ge­schäft klar ver­teilt: Auf der ei­nen Sei­te die Netz­be­trei­ber, die sich um In­fra­struk­tur für In­ter­net und Te­le­fo­nie küm­mern, auf der an­de­ren die­je­ni­gen, die das Gan­ze mit In­hal­ten spei­sen. Doch mit Te­le­fo­nie al­lein lässt sich längst kaum noch Geld ver­die­nen. In­ter­ne­tdi­ens­te, di­gi­ta­les Fern­se­hen und Me­di­en­in­hal­te bie­ten da­ge­gen ge­nug Wachs­tums­mög­lich­kei­ten. Doch die Kon­kur­renz ist groß.

On­line­fir­men wie Ama­zon oder Net­flix drän­gen in den Markt und zwin­gen Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons-Un­ter­neh­men zum Han­deln. AT&T setzt mit der Über­nah­me von Ti­me War­ner auf An­griff – durch schie­re Mas­se. Et­wa 300 Mil­li­ar­den Dol­lar soll der Markt­wert – so­fern die Wett­be­werbs­hü­ter zu­stim­men – des Me­di­en­gi­gan­ten be­tra­gen. Dass Grö­ße nicht al­les ist, ha­ben be­reits Fu­sio­nen, wie die von Ti­me War­ner und AOL, ge­zeigt. Viel­mehr braucht es Er­fah­rung. Ob die aus­reicht, muss AT&T nun be­wei­sen – so lan­ge bleibt die Fu­si­on ein fi­nan­zi­el­les Wag­nis.

@ Die Au­to­rin er­rei­chen Sie un­ter Wendt@in­fo­au­tor.de

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