Öz­de­mir be­klagt Kon­zert­ab­sa­ge

Grü­nen-Chef kri­ti­siert aber auch Dresd­ner Sin­fo­ni­ker

Nordwest-Zeitung - - NACHRICHTEN - VON RAS­MUS BUCH­STEI­NER, BÜ­RO BER­LIN

BER­LIN – Grü­nen-Chef Cem Öz­de­mir hat die Ab­sa­ge der Auf­füh­rung zu den Mas­sa­kern an den Ar­me­ni­ern im deut­schen Kon­su­lat in Istan­bul kri­ti­siert. „Es ist be­dau­er­lich und be­zeich­nend für den Zu­stand der deutsch-tür­ki­schen Be­zie­hun­gen, dass das Aus­wär­ti­ge Amt die Auf­füh­rung von Aghet der Dresd­ner Sin­fo­ni­ker im Ge­ne­ral­kon­su­lat ab­ge­sagt hat“, er­klär­te Öz­de­mir im Ge­spräch mit un­se­rer Ber­li­ner Re­dak­ti­on. Das Werk ha­be schließ­lich das Ziel, den Weg zur Ver­söh­nung zwi­schen Tür­ken und Ar­me­ni­ern zu eb­nen, genau­so wie es die Re­so­lu­ti­on des Deut­schen Bun­des­tags be­schrei­be.

Öz­de­mir be­zwei­felt, dass es klug von den Dresd­ner Sin­fo­ni­kern ge­we­sen sei, Prä­si­dent Er­do­gan und Pre­mier­mi­nis­ter Yil­di­rim auf ei­ge­ne Faust ein­zu­la­den. „Mich wun­dert es nicht, dass dies als Pro­vo­ka­ti­on ver­stan­den wer­den konn­te“, sag­te der Grü­nen-Vor­sit­zen­de. „Al­le, de­nen es um die Sa­che geht, al­so die An­er­ken­nung der his­to­ri­schen Ver­ant­wor­tung und Ver­söh­nung bei­der Völ­ker, müs­sen be­stän­dig aber auch be­hut­sam da­mit um­ge­hen.“

Öz­de­mir kri­ti­sier­te der­weil die Fest­nah­me der bei­den Bür­ger­meis­ter der süd­ost­tür­ki­schen Kur­den­me­tro­po­le Diyarba­k­ir.

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