Kein Geld für pri­va­te Vor­sor­ge üb­rig

Ge­ring­ver­die­ner vor gro­ßen Pro­ble­men – Heu­ti­ge Rent­ner­ge­ne­ra­ti­on „gut ver­sorgt“

Nordwest-Zeitung - - NACHRICHTEN - VON RAS­MUS BUCH­STEI­NER, BÜ­RO BER­LIN

Das durch­schnitt­li­che Haus­halts­net­to­ein­kom­men von äl­te­ren Ehe­paa­ren liegt ak­tu­ell bei 2543 Eu­ro. Be­am­te, Rich­ter und Be­rufs­sol­da­ten sind deut­lich bes­ser ab­ge­si­chert.

BER­LIN – Nur gut je­der zwei­te Ge­ring­ver­die­ner in Deutsch­land hat ne­ben der ge­setz­li­chen Ren­te ei­ne zu­sätz­li­che pri­va­te oder be­trieb­li­che Ab­si­che­rung fürs Al­ter. „Ins­ge­samt sor­gen ge­ra­de die Be­zie­her ge­rin­ger Ein­kom­men zu we­nig zu­sätz­lich für das Al­ter vor“, heißt es im neu­en Al­ters­si­che­rungs­be­richt der Bun­des­re­gie­rung, der un­se­rer Ber­li­ner Re­dak­ti­on vor­liegt und der­zeit zwi­schen den Res­sorts der Bun­des­re­gie­rung ab­ge­stimmt wird. „Wäh­rend über al­le Ein­kom­mens­klas­sen hin­weg rund 30 Pro­zent der Be­frag­ten an­ga­ben, über kei­ne zu­sätz­li­che Al­ters­vor­sor­ge zu ver­fü­gen, sind es bei den Ge­ring­ver­die­nern mit ei­nem Brut­to­lohn von we­ni­ger als 1500 Eu­ro pro Mo­nat knapp 47 Pro­zent.“Da­bei geht es um rund 1,9 Mil­lio­nen der knapp 4,2 Mil­lio­nen er­fass­ten so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Be­schäf­tig­ten in die­ser Ein­kom­mens­grup­pe. Fast drei Vier­tel – cir­ca 1,4 Mil­lio­nen – sind Frau­en.

Das Ver­sor­gungs­ni­veau künf­ti­ger Rent­ner wer­de „oh­ne zu­sätz­li­che Al­ters­vor­sor­ge in den kom­men­den Jah­ren deut­lich zu­rück­ge­hen“, heißt es im Al­ters­si­che­rungs­be­richt. Nach An­ga­ben des Bun­des­ar­beits­mi­nis­te­ri­ums ist die heu­ti­ge Rent­ner­ge­ne­ra­ti­on „über­wie­gend gut ver­sorgt“. Nur rund drei Pro­zent der 65Jäh­ri­gen und Äl­te­ren sind auf die staat­li­che Grund­si­che­rung an­ge­wie­sen. Das durch­schnitt­li­che Haus­halts­net­to­ein­kom­men von äl­te­ren Ehe­paa­ren liegt ak­tu­ell bei 2543 Eu­ro, bei al­lein­ste­hen­den Män­nern sind es 1614 Eu­ro, bei Frau­en, die al­lein le­ben, 1420 Eu­ro.

Be­am­te, Rich­ter und Be­rufs­sol­da­ten sind bes­ser ab­ge­si­chert: Männ­li­che Pen­sio­nä­re, die als Rich­ter oder Be­am­ter tä­tig wa­ren, be­zie­hen ak­tu­ell 3070 Eu­ro brut­to mo­nat­lich, Frau­en 2640 Eu­ro. Bei pen­sio­nier­ten Be­rufs­sol­da­ten sind es 3010 Eu­ro (Män­ner) be­zie­hungs­wei­se 3370 Eu­ro (Frau­en).

Ehe­mals Selbst­stän­di­ge sind ak­tu­ell deut­lich häu­fi­ger von Al­ters­ar­mut be­trof­fen als frü­he­re An­ge­stell­te, weil sie oft nicht in ein ver­pflich­ten­des Al­ters­si­che­rungs­sys­tem ein­be­zo­gen sind und des­halb über­durch­schnitt­lich häu­fig nicht hin­rei­chend fürs Al­ter vor­ge­sorgt ha­ben.

Da­mit es mit der Ren­te klappt, müs­sen die Män­ner und Frau­en zu­vor Geld in die Ren­ten­kas­se ste­cken. Men­schen mit Job ge­ben Mo­nat für Mo­nat et­was von ih­rem Lohn ab. Wenn sie dann alt sind,

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