GEW ent­schul­digt sich für Ol­den­bur­ger Kreis­ver­band

Brief an is­rae­li­sche Leh­rer­ge­werk­schaft – Kri­tik an Ver­öf­fent­li­chung von Boy­kott­wer­bung

Nordwest-Zeitung - - NACHRICHTEN - VON ALEX­AN­DER WILL

BER­LIN/JE­RU­SA­LEM – Dämp­fer für die an­ti­is­rae­li­sche Boy­kott­kam­pa­gne BDS: Die Bun­des­vor­sit­zen­de der Ge­werk­schaft Er­zie­hung und Wis­sen­schaft (GEW), Mar­lis Te­pe, hat sich in ei­nem Brief für die Un­ter­stüt­zung von Tei­len des Ol­den­bur­ger Kreis­ver­ban­des für BDS ent­schul­digt. In dem Schrei­ben (liegt der Re­dak­ti­on vor) an den Vor­sit­zen­den der is­rae­li­schen Leh­rer­ge­werk­schaft (ITU), Yos­si Was­ser­mann, be­dau­er­te Te­pe die Ol­den­bur­ger Vor­gän­ge: „Ich möch­te mich für Ir­ri­ta­tio­nen und Ve­r­un­si­che­run­gen ent­schul­di­gen, die die­ser Vor­fall her­vor­ge­ru­fen hat. Er ist auch für GEW-Mit­glie­der be­un­ru­hi­gend und be­schä­digt das An­se­hen un­se­rer Ge­werk­schaft.“Der Ol­den­bur­ger Kreis­ver­band hat­te in sei­ner Zeit­schrift ei­nen an­ti­is­rae­li­schen Ar­ti­kel des BDS-Ak­ti­vis­ten und Leh­rers Chris­toph Glanz ver­öf­fent­licht. Das hat­te zu hef­ti­ger Kri­tik in Deutsch­land und Is­ra­el ge­führt. Die „Boy­kott, Des­in­ves­ti­tio­nen und Sank­tio­nen“-Kam­pa­gne wirbt für wirt­schaft­li­chen, wis­sen­schaft­li­chen und kul­tu­rel­len Boy­kott Is­ra­els. Da­mit will sie nach ei­ge­nen Aus­sa­gen die Rech­te von Pa­läs­ti­nen­sern schüt­zen. Kri­ti­ker hal­ten BDS für an­ti­se­mi­tisch.

Die GEW-Che­fin dis­tan­zier­te sich nach­drück­lich von BDS: „Als Bun­des­vor­sit­zen­de möch­te ich be­to­nen, dass un­se­re Ge­werk­schaft kei­ner­lei BDS oder an­ti­is­rae­li­sche In­itia­ti­ven un­ter­stützt.“

Ei­ne hoch­ran­gi­ge ITU-Ver­tre­te­rin be­dank­te sich für das Schrei­ben und lob­te in ei­ner E-Mail an Te­pe die Zu­sam­men­ar­beit mit der GEW und das ge­mein­sa­me Ho­lo­caus­tGe­den­ken: „Es gibt für mich kei­nen Zwei­fel, dass die GEW ge­mein­sam mit uns ge­gen bös­ar­ti­ge und nie­der­träch­ti­ge an­ti­se­mi­ti­sche und BDS-Ak­ti­vi­tä­ten steht.“

In Is­ra­el be­rich­te­ten die Zei­tung Je­ru­sa­lem Post und he­bräisch­spra­chi­ge Me­di­en über den Schrift­wech­sel.

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