In die­ser Stadt herrscht Still­stand

Lan­ge Staus we­gen Ar­bei­ten im West­kreuz und an A293 – Vor­be­rei­tung für Brü­cken-Ab­riss

Nordwest-Zeitung - - OLDENBURG - VON KARS­TEN RÖHR

Das Land bringt vor dem Win­ter die Au­to­bah­nen im Stadt­ge­biet in Ord­nung. Zu Spit­zen­zei­ten staut es sich mas­siv.

OL­DEN­BURG – Je­den Mor­gen fährt Se­bas­ti­an Lüb­ke aus Ofen­er­diek zu sei­nem Ar­beit­ge­ber in der In­nen­stadt, über die Na­dors­ter Stra­ße. Da­für braucht er 10 bis 15 Mi­nu­ten. Sonst. Zur­zeit ist der IT-Ex­per­te min­des­tens ei­ne hal­be St­un­de un­ter­wegs. „Am Schei­de­weg kom­me ich ’raus – und das war’s dann“, sagt Lüb­ke. „Ich bin auch schon quer zur Alex­an­der­stra­ße ge­fah­ren, aber die ist genau­so dicht.“

So wie ihm geht es Zig­tau­sen­den von Au­to­fah­rern, je­den Mor­gen und je­den Nach­mit­tag. Ein „Epi­zen­trum“ist die Bau­stel­le auf der A28 im West­kreuz, in dem in Fahrt­rich­tung Leer die Deck­schicht er­neu­ert wird. Hin­zu kom­men die Ar­bei­ten auf der A293 zwi­schen Bür­ger­fel­de und Na­dorst. Ver­schärft wird die La­ge durch Dau­er­bau­stel­len an Ein­fall­stra­ßen wie Lin­den­al­lee (bis En­de 2016 fer­tig) und Ede­wech­ter Land­stra­ße (As­phal­tie­rung ver­mut­lich zwei­te No­vem­ber­hälf­te). Auch die wich­ti­ge Zie­gel­hof­stra­ße wird erst An­fang De­zem­ber fer­tig.

Ver­län­gert wer­den die Staus durch Am­pel-War­tun­gen ge­nau in die­sen Ta­gen. Und es macht sich be­merk­bar, dass das städ­ti­sche Stra­ßen­netz mit dem Wachs­tum der Stadt und dem An­stieg der Pend­ler­zah­len, auch aus dem Am­mer­land, nicht mit­ge­wach­sen ist.

Die Au­to­bahn-Bau­stel­len ste­hen in di­rek­tem Zu­sam­men­hang mit dem ge­plan­ten Ab­riss der A293-Brü­cke über die Alex­an­der­stra­ßen-Un­ter­füh­rung an der An­schluss­stel­le Bür­ger­fel­de ab März 2017, zu­erst in Fahrt­rich­tung Bra­ke.

Fer­tig soll die Brü­cke im No­vem­ber/De­zem­ber 2019 sein. We­gen der Fol­gen der Bau­ar­bei­ten für den Ver­kehr – in die­ser Zeit dort ein­spu­rig – sol­len die Au­to­bah­nen so gut in Schuss sein, „dass im Um­feld der Brü­cken-Bau­stel­le in den nächs­ten zwei Jah­ren kei­ne wei­te­ren In­stand­set­zun­gen nö­tig wer­den“, sag­te Dieter Schmidt, der Lei­ter der Au­to­bahn­meis­te­rei am Mitt­woch auf An­fra­ge. „Die nächs­ten drei Win­ter kön­nen wir aus die­sem Grun­de am West­kreuz nichts ma­chen. Des­halb sind die Ar­bei­ten jetzt so um­fang­reich.“ Er hofft, dass vor Win­ter­ein­bruch al­les fer­tig wird.

Au­to­fah­rer, die nicht zur Ar­beit, son­dern zum Ein­kau­fen fah­ren, soll­ten die Spit­zen­zei­ten mei­den. Schmidt: „Ge­gen 8 Uhr ist die Haupt­zeit, ab 10 Uhr ist al­les wie­der frei. Ab 15 Uhr geht es lang­sam wie­der los, bis zur Spit­zen­zeit um 17 Uhr. Dann staut es sich sie­ben Ki­lo­me­ter bis Krey­en­brück.“Schleich­we­ge sei­en schwie­rig: „Ich wüss­te nicht, wie man das um­fah­ren kann, da kommt man vom Re­gen in die Trau­fe.“

Und wann ist Schluss? „Das West­kreuz wird am Frei­tag fer­tig, am Mon­tag läuft’s da wie­der. An der A293 wol­len wir bis 18. No­vem­ber fer­tig sein.“Aber: Bis da­hin wird zu­nächst an die­sem Sams­tag das West­kreuz von 8 bis 16 Uhr für In­stand­set­zun­gen in Rich­tung Bre­men voll ge­sperrt (Um­lei­tung übers Nord­kreuz). Und vom 31. Ok­to­ber bis 8. No­vem­ber fol­gen Ar­bei­ten im Ostkreuz (mit Um­lei­tun­gen un­ter an­de­rem übers Drei­eck West und übers Nord­kreuz).

Se­bas­ti­an Lüb­ke im­mer­hin hat ei­ne Lö­sung für sich ge­fun­den. Er sagt: „Die Ar­bei­ten müs­sen ja sein. Jetzt kann ich um 7.15 Uhr an­fan­gen, da ist noch al­les frei.“

BILD: OLI­VER PERKUHN

Täg­li­cher Stau: Auf der Au­to­bahn 28 vor dem West­kreuz Rich­tung Leer staut es sich zur­zeit mor­gens und nach­mit­tags mas­siv, eben­so an der Bau­stel­le der A 293. Die Aus­wir­kun­gen rei­chen bis tief in den Stadt­ver­kehr hin­ein.

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