Ab 2020 Ver­bot von lau­ten Gü­ter­wa­gen

An­woh­ner sol­len vor Lärm ge­schützt wer­den – Buß­geld bei Ver­stoß

Nordwest-Zeitung - - VORDERSEITE - VON TE­RE­SA DAPP UND UL­RICH STEINKOHL

BER­LIN – Um An­woh­ner von Bahn­stre­cken vor Zug­lärm zu schüt­zen, will die Bun­des­re­gie­rung von De­zem­ber 2020 an kei­ne lau­ten Gü­ter­wa­gen mehr auf die Schie­nen las­sen. Ein ent­spre­chen­der Ge­setz­ent­wurf sei be­reits zwi­schen den Mi­nis­te­ri­en ab­ge­stimmt, teil­te das Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um am Don­ners­tag mit.

„Mit dem Fahr­ver­bot für lau­te Gü­ter­wa­gen set­zen wir ei­nen zu­sätz­li­chen An­reiz, Alt­fahr­zeu­ge um­zu­rüs­ten und schüt­zen die An­woh­ner von Gü­ter­ver­kehrs­stre­cken wirk­sam vor Schie­nen­lärm“, teil­te Ver­kehrs­mi­nis­ter Alex­an­der Do­brindt (CSU) mit.

Wa­gen könn­ten auf lei­se Brems­soh­len um­ge­rüs­tet wer­den, da­mit sie die Lärm­schutz­grenz­wer­te ein­hiel­ten. Bei Ver­stö­ßen droht dem­nach ein Buß­geld von bis zu 50 000 Eu­ro.

Die Grü­nen im Bun­des­tag kri­ti­sier­ten, der Ent­wurf se­he Aus­nah­men un­ter an­de­rem für nicht um­ge­rüs­te­te Wa­gen vor, die lang­sam und da­mit auch lei­ser un­ter­wegs sei­en.

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