Un­ter Strom

Nordwest-Zeitung - - MEINUNG - VON JÖRG SCHÜRMEYER

In den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten konn­te man den Ein­druck ge­win­nen, dass es dem Wirt­schafts­stand­ort Bre­men so ein biss­chen er­ging, wie den Bun­des­li­ga-Fuß­bal­lern von Wer­der: Ab­stiegs­kampf statt Cham­pi­ons Le­ague. Nam­haf­te Un­ter­neh­men wie Co­ca-Co­la, Kel­loggs, Mon­de­lez oder Ja­cobs kehr­ten Bre­men ent­we­der ganz den Rü­cken oder bau­ten dort zu­min­dest spür­bar Per­so­nal ab.

Nun gab es bin­nen zwei­er Ta­ge gleich zwei po­si­ti­ve Nach­rich­ten für das kleins­te Bun­des­land: Borg­ward will mit ei­ner ei­ge­nen Fer­ti­gung an sei­nen Ur­sprungs­ort zu­rück­keh­ren und Daim­ler will das ers­te Mo­dell sei­ner neu­en „EQ“-Rei­he in der Han­se­stadt pro­du­zie­ren. Für Bre­men ist das aus zwei­er­lei Grün­den ein wich­ti­ges Si­gnal. Zum ei­nen stärkt das die wohl wich­tigs­te Bran­che vor Ort: die Au­to­in­dus­trie. Zum an­de­ren ha­ben so­wohl Daim­ler als auch Borg­ward Bre­men als Pio­nier-Stand­ort für das au­to­mo­bi­le Zu­kunfts­the­ma schlecht­hin aus­er­ko­ren: die Elek­tro­mo­bi­li­tät. Bre­men steht un­ter Strom und spielt zu­min­dest im Au­to­bau da­mit auch künf­tig in der Cham­pi­ons Le­ague mit.

@ Den Au­tor er­rei­chen Sie un­ter Schu­er­mey­er@in­fo­au­tor.de

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