Deut­sche Bank über­rascht mit Ge­winn

In­sti­tut ver­dient im drit­ten Quar­tal 278 Mil­lio­nen Eu­ro

Nordwest-Zeitung - - WIRTSCHAFT -

Die La­ge bleibt aber schwie­rig. Der Kon­zern­um­bau soll be­schleu­nigt wer­den.

FRANK­FURT/DPA – Die Deut­sche Bank hat trotz ju­ris­ti­scher Alt­las­ten und der Zins­flau­te im tur­bu­len­ten drit­ten Quar­tal über­ra­schend schwar­ze Zah­len ge­schrie­ben. Un­ter dem Strich ver­dien­te Deutsch­lands größ­tes Geld­haus 278 Mil­lio­nen Eu­ro. Bran­chen­ex­per­ten hat­ten ei­nen Ver­lust von 600 Mil­lio­nen Eu­ro er­war­tet.

„Wir sind beim Um­bau un­se­rer Bank gut vor­an­ge­kom­men“, be­rich­te­te Vor­stands­chef John Cryan am Don­ners­tag in Frank­furt. Zu­gleich stimm­te er die Mit­ar­bei­ter auf ei­ne Ver­schär­fung des Spar­kur­ses ein.

Die La­ge wer­de noch ei­ne Wei­le schwie­rig blei­ben, schrieb der Vor­stands­chef in ei­nem Brief an die Be­schäf­tig­ten: „Wir wer­den des­halb un­se­ren Um­bau be­schleu­ni­gen und noch ver­stär­ken müs­sen, wie wir es ja zum Halb­jahr schon an­ge­deu­tet ha­ben.“

Bis­her will der deut­sche Bran­chen­pri­mus un­ter dem Strich 9000 Ar­beits­plät­ze strei­chen, 4000 da­von in Deutsch­land. Bis En­de 2017 sol­len et­wa 200 der 700 Fi­lia­len ge­schlos­sen wer­den (dar­un­ter im Nord­wes­ten u.a. Clop­pen­burg, Bad Zwischenahn, Au­rich und Pa­pen­burg).

Bei den Ver­hand­lun­gen über Stra­fen we­gen krum­mer Hy­po­the­ken­ge­schäf­te in den USA aus Zei­ten vor der Fi­nanz­kri­se macht das In­sti­tut Cryan zu­fol­ge Fort­schrit­te: „Die Bank ar­bei­tet hart dar­an, die­se An­ge­le­gen­heit so bald als mög­lich ab­zu­schlie­ßen.“Die US-Jus­tiz hat­te Mit­te Sep­tem­ber die ent­schei­den­den Ver­gleichs­ver­hand­lun­gen mit ei­ner Straf­for­de­rung von 14 Mil­li­ar­den Dol­lar er­öff­net.

DPA-BILD: WÜSTNECK

Zwei Neu­zu­gän­ge für die Deut­sche Ge­sell­schaft zur Ret­tung Schiff­brü­chi­ger (DGzRS): In der Tam­sen-Werft in Ros­tock stand am Don­ners­tag die Ki­el­le­gung für zwei neue Ret­tungs­boo­te an. Die frei­wil­li­ge See­notret­te­rin Ve­re­na Krä­mer legt ganz ei­ner Schiff­bau­tra­di­ti­on fol­gend ei­ne Zwei-Eu­ro-Mün­ze in ei­ne Boots­sek­ti­on ein. Die Neu­bau­ten sind für ver­schie­de­ne Sta­tio­nen an Nord- und Ost­see vor­ge­se­hen.

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