Bjar­ni Be­ne­diktsson

Nordwest-Zeitung - - NACHRICHTEN -

Der bis­he­ri­ge Fi­nanz­mi­nis­ter Is­lands ist ein wohl­ha­ben­der Mann aus ei­ner gut ver­netz­ten Fa­mi­lie, die das po­li­ti­sche und wirt­schaft­li­che Ge­sche­hen in Is­land seit Jahr­zehn­ten mit­be­stimmt. Wür­de Bjar­ni Be­ne­diktsson Re­gie­rungs­chef, trä­te er da­mit in die Fuß­stap­fen sei­nes gleich­na­mi­gen Groß­on­kels, der von 1963 bis 1970 Mi­nis­ter­prä­si­dent in Is­land war.

Für sei­ne po­li­ti­schen Geg­ner ist der Vor­sit­zen­de der kon­ser­va­ti­ven Un­ab­hän­gig­keits­par­tei ein Ver­tre­ter der Macht­eli­te, die Is­land durch Vet­tern­wirt­schaft scha­det. Doch selbst sie be­schei­ni­gen dem cha­ris­ma­ti­schen Po­li­ti­ker ei­ne ge­wis­se StarQua­li­tät: Egal, was Be­ne­diktsson sagt, die Men­schen hö­ren ihm zu. Als Po­li­ti­ker hat der 46-jäh­ri­ge Fa­mi­li­en­va­ter nach An­sicht von Be­ob­ach­tern „Tef­lon“-Haut: Die Ent­hül­lun­gen durch die „Pa­na­ma Pa­pers“et­wa, in de­nen auch Be­ne­diktssons Na­me auf­tauch­te, über­stand er schad­los.

AP-BILD: AUGSTEIN

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