Gro­ße Aus­zeich­nung für be­schei­de­ne Vor­sit­zen­de

Mi­nis­ter­prä­si­dent Weil ehrt Re­na­te Geu­ter mit Wil­ly-Brandt-Me­dail­le

Nordwest-Zeitung - - OLDENBURGER -

THÜLE/TAH – 25 Jah­re lang hat Re­na­te Geu­ter aus Mark­hau­sen (Kreis Clop­pen­burg) den Un­ter­be­zirk der So­zi­al­de­mo­kra­ten Clop­pen­burg ge­führt. Als An­er­ken­nung ver­lieh Mi­nis­ter­prä­si­dent Stephan Weil der haus­halts­po­li­ti­schen Spre­che­rin der SPD im Land­tag am Sams­tag auf dem Unterbezirksparteitag in Thüle die Wil­ly-Brandt-Me­dail­le. Zum Nach­fol­ger von Geu­ter wur­de Det­lef Kol­de (54) aus Es­sen ge­wählt.

Weil schwor die De­le­gier­ten be­reits auf die kom­men­den Bun­des­tags- und Land­tags­wah­len ein. „Wir müs­sen uns nichts schön­re­den“, er­klär­te er und plä­dier­te da­für, sich wie­der auf so­zi­al­de­mo­kra­ti­sche Ur-The­men zu be­sin­nen wie so­zia­le Ge­rech­tig­keit, glei­che Bil­dungs­chan­cen und glei­cher Lohn für glei­che Ar­beit. Weil sprach die not­wen­di­ge In­te­gra­ti­ons­ar­beit an, die be­reits bei den Spät­aus­sied­lern im Kreis Clop­pen­burg sehr er­folg­reich war.

Zu­dem kön­ne es nicht sein, dass hoch­be­tag­te Men­schen in ih­rer Le­bens­pha­se hän­gen­ge­las­sen wer­den, Mit­ar­bei­ter schlecht be­zahlt wer­den und An­ge­hö­ri­ge sich auf­rei­ben. „Der Pfle­ge­not­stand ist ein Skan­dal“, sag­te Weil.

Das Land er­le­be zu­dem ei­ne Wel­le der Ver­dros­sen­heit, was sich auch in den Stim­men für die AfD äu­ße­re. Im Kreis Clop­pen­burg konn­te die Par­tei je­doch le­dig­lich 3,3 Pro­zent er­zie­len. Aber: Die Fra­gen zu The­men wie Zu­wan­de­rung oder Glo­ba­li­sie­rung und Han­dels­ab­kom­men wie Ce­ta oder TTIP müs­sen ernst ge­nom­men wer­den, sag­te Weil.

BILD: HEN­SCHEL

Aus­zeich­nung: Nie­der­sach­sens Lan­des­chef Stephan Weil über­reich­te Re­na­te Geu­ter die Wil­lyBrandt-Me­dail­le.

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