Bob Dy­lan will Li­te­ra­tur-No­bel­preis ent­ge­gen­neh­men

AUS­ZEICH­NUNG US-Mu­si­ker bricht lan­ges Schwei­gen – Ver­lei­hung in Stock­holm

Nordwest-Zeitung - - KULTUR -

LON­DON/DPA – Der US-Mu­si­ker Bob Dy­lan hat sein wo­chen­lan­ges Schwei­gen zum Li­te­ra­tur-No­bel­preis ge­bro­chen und will nun „nach Mög­lich­keit“zur Ent­ge­gen­nah­me des Prei­ses nach Stock­holm rei­sen. Das sag­te er der bri­ti­schen Zei­tung „The Te­le­graph“. „Ob ich den Preis an­neh­me? Selbst­ver­ständ­lich“, zi­tier­te ihn das No­bel­preis­ko­mi­tee in ei­ner in der Nacht zum Sams­tag ver­brei­te­ten Er­klä­rung.

Dy­lan hat­te sich bis­her nicht zu dem Preis ge­äu­ßert, was für Un­mut ge­sorgt hat­te. Er wer­de am 10. De­zem­ber nach Stock­holm kom­men, sag­te er dem Blatt. „Ab­so­lut, wenn es denn mög­lich ist“, wur­de der 75-Jäh­ri­ge zi­tiert.

„Es ist schwer zu glau­ben“, mein­te Dy­lan im „Te­le­graph“zu dem pres­ti­ge­träch­ti­gen Preis. Als er das ers­te Mal von der Eh­rung er­fah­ren ha­be, sei es „fan­tas­tisch, un­glaub­lich“ge­we­sen. „Wer träumt schon von so et­was?“Er sei „sprach­los“ge­we­sen, be­rich­te­te das No­bel­preis­ko­mi­tee. „Ich schät­ze die­se Eh­re sehr.“

Zu sei­nem lan­gen Schwei­gen und den nicht be­ant­wor­te­ten Te­le­fon­an­ru­fen des No­bel­preis­ko­mi­tees woll­te sich Dy­lan nicht äu­ßern. „Nun, hier bin ich“, sag­te er.

Dy­lan hat­te den dies­jäh­ri­gen Li­te­ra­tur­no­bel­preis Mit­te des Mo­nats als ers­ter Song­schrei­ber für sei­ne poe­ti­schen Neu­schöp­fun­gen in der ame­ri­ka­ni­schen Song­tra­di­ti­on be­kom­men. Die mit acht Mil­lio­nen schwe­di­schen Kro­nen (rund 830 000 Eu­ro) do­tier­te Aus­zeich­nung wird am 10. De­zem­ber – dem To­des­tag des Preis­stif­ters und Dy­na­mit-Er­fin­ders Al­f­red No­bel (1833–1896) – ge­mein­sam mit an­de­ren No­bel­prei­sen in Stock­holm ver­lie­hen.

DPA-BILD: JIM LO SCALZO

Bob Dy­lan

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.