Wer­der öff­net wie­der sei­ne Schieß­bu­de

Ent­täu­schen­de Bre­mer ver­lie­ren 1:3 ge­gen Frei­burg – Schon 24 Ge­gen­to­re in neun Par­ti­en

Nordwest-Zeitung - - SPORT - VON BRIT­TA KÖR­BER UND LARS BLANCKE

Wer­ders Spie­ler üb­ten deut­li­che Selbst­kri­tik. Vor den drei Frei­bur­ger Tref­fern leis­te­ten sie sich ka­ta­stro­pha­le Aus­set­zer.

BRE­MEN – Ka­pi­ta­le in­di­vi­du­el­le Feh­ler, nur we­nig Ide­en in der Of­fen­si­ve und schon wie­der drei Ge­gen­to­re: Es war ein schlim­mer Rück­fall in al­te Zei­ten, den Fuß­ball-Bun­des­li­gist Wer­der Bre­men da am Sams­tag­nach­mit­tag er­leb­te – und der al­len Be­tei­lig­ten die Fei­er­lau­ne kräf­tig ver­darb. Am let­zen Frei­markt-Wo­che­n­en­de die­ses Jah­res woll­ten die Bre­mer Ki­cker ih­ren Fans ei­gent­lich drei Punk­te schen­ken. Statt­des­sen saß der Frust nach dem ent­täu­schen­den 1:3 (0:2) ge­gen den SC Frei­burg tief.

„Das war heu­te nicht nur ein Schritt zu we­nig, das wa­ren ei­ni­ge Schrit­te zu we­nig. Wir sind die gan­ze Zeit im Ab­stiegs­kampf und wa­ren noch nie weg“, sag­te Cle­mens Fritz. Frei­burg, das als Team vier Ki­lo­me­ter mehr lief als die Bre­mer, ha­be sich „den Hin­tern auf­ge­ris­sen“. Sein Team da­ge­gen sei zu be­hä­big ge­we­sen und ha­be zu we­nig Ge­gen­wehr ge­leis­tet, fand der Ka­pi­tän deut­li­che Wor­te: „Das war ka­ta­stro­phal.“

Der ers­te Auf­schwung, den es un­ter Trai­ner Alex­an­der Nou­ri gab, ist jäh ge­stoppt. Nach dem 1:3 in Leip­zig setz­te es bin­nen sechs Ta­gen die zwei­te Bre­mer Nie­der­la­ge ge­gen ei­nen Auf­stei­ger. Mit nur sie­ben Punk­ten nach neun Spiel­ta­gen steckt Wer­der tief im un­te­ren Ta­bel­len­drit­tel. Und die Ab­wehr, mit 24 Ge­gen­to­ren mal wie­der die schlech­tes­te der Li­ga, mach­te ei­nen der­art wack­li­gen Ein­druck, dass die Sor­gen wach­sen, er­neut bis zum Sai­son­en­de um den Klas­sen­ver­bleib zit­tern zu müs­sen.

„Wir ha­ben ei­ni­ge Grund­tu­gen­den ver­mis­sen las­sen, wa­ren pas­siv, ge­dank­lich lang­sa­mer als die Frei­bur­ger“, Tor­schüs­se Ball­be­sitz gew. Zwei­kämp­fe Ecken Lauf­stre­cken ge­samt Meis­te Tor­schüs­se Meis­te Ball­kon­tak­te Längs­te Lauf­dis­tanz 14 55 Pro­zent 50 Pro­zent 4 111,2 Man­neh (5) Gar­cia (74) Ju­nu­zo­vic (11,76)

sag­te Sport­chef Frank Bau­mann. Auch Zlat­ko Ju­nu­zo­vic üb­te Selbst­kri­tik: „Wir wa­ren zu we­nig ag­gres­siv. Das muss ein Warn­schuss sein, je­der Ein­zel­ne muss sich hin­ter­fra­gen und wie­der gif­tig sein.“Der dürf­ti­ge Auf­tritt mit vie­len Fehl­päs­sen und schlim­men Ab­wehr­feh­lern weck­te Er­in­ne­run­gen an die Leis­tun­gen un­ter Alex-an­der Nou­ris Vor­gän­ger Vik­tor Skrip­nik zu Be­ginn der Sai­son. Die gro­ßen Lü­cken in der De­fen­si­ve sind schon seit Jah­ren ein Haupt­pro­blem. Beim 0:1 von Ma­xi­mi­li­an Phil­ipp (29. Mi­nu­te) stand die ge­sam­te Hin­ter­mann­schaft nur Spa­lier. Vor dem 0:2 durch Vin­cen­zo Grifo (39./Foul­elf­me­ter) leis­te­te sich Stür­mer Ous­man Man­neh ein voll­kom­men über­flüs­si­ges Foul im Straf­raum. Und beim 1:3 durch Amir Abra­shi (75.) köpf­te In­nen­ver­tei­di­ger Ni­k­las Moi­san­der den Ball ins Zen­trum statt ihn nach au­ßen zu klä­ren. Das 1:2 durch San­tia­go Gar­cia (67.) war zu we­nig. „Zwei­mal drei Ge­gen­to­re, das darf nicht pas­sie­ren. 13 45 Pro­zent 50 Pro­zent 4 115,3 Grifo, Phil­ipp (je 3) Grifo, Abra­shi (je 68) Abra­shi (11,54)

DPA.-BILD: CAR­MEN JASPERSEN

Fast schon ein ge­wohn­tes Bild: Bre­mens Tor­wart Fe­lix Wied­wald hockt nach dem 1:3 am Bo­den.

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