US-Do­ping­fahn­der kri­ti­siert Ver­bän­de

Ty­gart: „Fuchs im Hüh­ner­stall“

Nordwest-Zeitung - - SPORT -

BER­LIN/DPA – Tra­vis Ty­gart hat als Chef der ame­ri­ka­ni­schen An­ti-Do­ping-Agen­tur Usa­da gro­ße Ver­bän­de wie das In­ter­na­tio­na­le Olym­pi­sche Ko­mi­tee im Kampf ge­gen den Sport­be­trug kri­ti­siert. Die Ver­bin­dun­gen zwi­schen den Ver­bän­den wie dem IOC und der Welt-An­ti-Do­ping-Agen­tur Wada ver­glich Ty­gart im „Ak­tu­el­len Sport­stu­dio“des ZDF mit dem „Fuchs im Hüh­ner­stall“. Es be­ste­he ein In­ter­es­sens­kon­flikt. „Die Ver­bän­de, das IOC – wie die den Sport pro­mo­ten. Irr­sin­nig, Wahn­sinn. Aber sie schüt­zen den ein­zel­nen Sport­ler nicht rich­tig, wenn es um Do­ping­kon­trol­len geht. Das sind Pro­mo­ter, kei­ne Schüt­zer“, sag­te Ty­gart. Man kön­ne nicht gleich­zei­tig Po­li­zist und Tä­ter sein.

Ty­gart stört bei­spiels­wei­se, dass Wada-Prä­si­dent Craig Ree­die gleich­zei­tig als IOCMit­glied fun­giert. „Der Fuchs muss weg. Die kön­nen nicht bei­des ver­ant­wor­ten“, sag­te Ty­gart. Da­bei for­der­te er auch die Ver­bän­de auf, mehr Geld für den An­ti-Do­ping-Kampf be­reit­zu­stel­len. „Das Geld ha­ben sie“, sagt Ty­gart: „Ha­ben sie aber auch den Wunsch, den sau­be­ren Sport­ler zu schüt­zen, Maß­nah­men zu er­grei­fen und den Wor­ten Ta­ten fol­gen zu las­sen?“

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