Zä­hes Rin­gen en­det mit Heim­sieg

VfL Ol­den­burg be­zwingt mu­ti­ge HSG Bad Wil­dun­gen mit 30:27

Nordwest-Zeitung - - SPORT - VON OLI­VER BLOCH

Die Gast­ge­be­rin­nen fan­den lan­ge nicht in die Par­tie. Erst in der Schluss­pha­se spiel­ten sie ih­re Über­le­gen­heit aus.

OL­DEN­BURG – Dem Hand­bal­lLe­cker­bis­sen am Mitt­woch folg­te am Sonn­tag nur Ma­ger­kost. Vier Ta­ge nach der be­ein­dru­cken­den 29:19-Ga­la ge­gen Bo­rus­sia Dort­mund quäl­ten sich die Bun­des­li­gaFrau­en des VfL Ol­den­burg zu ei­nem 30:27 (12:13)-Ar­beits­sieg ge­gen die HSG Bad Wil­dun­gen. Dass sie den 718 Zu­schau­ern am En­de dann doch noch zwei Punk­te ser­vier­ten, ge­hört zu den po­si­ti­ven Aspek­ten des durch­wach­se­nen Nach­mit­tags.

So tor­hung­rig wie ge­gen die Bo­rus­sia prä­sen­tier­ten sich die VfL-Frau­en im Spiel ge­gen den Dritt­letz­ten bei Wei­tem nicht. Statt­des­sen bis­sen die lei­den­schaft­lich kämp­fen­den „Vi­pers“aus Nord­hes­sen be­herzt zu. Die star­ke Ab­wehr mach­te dem VfL das Le­ben schwer. Zu­dem ver­hin­der­te die HSG das ge­fürch­te­te Ol­den­bur­ger Tem­po­spiel lan­ge er­folg­reich. Be­reits nach ei­ner Vier­tel­stun­de führ­ten die Gäs­te mit 7:4 und zwan­gen VfL-Trai­ner Les­zek Kro­wi­cki zur ers­ten Aus­zeit.

Wäh­rend die Spie­le­rin­nen nach dem Du­ell häu­fig die Be­las­tun­gen der eng­li­schen Wo­che an­führ­ten, be­män­gel­te Kro­wi­cki auch die Ein­stel­lung sei­ner Mann­schaft. „Man muss je­den Geg­ner ernst neh­men und darf sich nicht von der Ta­bel­le ir­ri­tie­ren las­sen“, kom­men­tier­te er den vor al­lem vor der Pau­se la­schen Auf­tritt. Be­son­ders im An­griff ver­ga­ben die VfL-Frau­en bes­te Mög­lich­kei­ten und schos­sen die aus­ge­zeich­ne­te Tor­frau Ma­nue­la Brütsch re­gel­recht warm.

Zu Recht lag Ol­den­burg zwi­schen­zeit­lich so­gar mit vier Tref­fern zu­rück, kämpf­te sich vor dem Sei­ten­wech­sel aber noch ein­mal auf ein Tor her­an. Doch wer glaub­te, da­nach gin­ge dem Au­ßen­sei­ter die Pus­te aus, sah sich ge­täuscht. Bad Wil­dun­gen bau­te die Füh­rung so­gar wie­der aus (20:16, 40. Mi­nu­te) und durf­te ein paar Mi­nu­ten von der Sen­sa­ti­on träu­men. Aber die VfLFrau­en zeig­ten Moral und lie­ßen sich nicht ab­schüt­teln. Wäh­rend die HSG nach­ließ, spiel­ten sie an­ge­trie­ben von Ca­ro­li­ne Mül­ler ih­re in­di­vi­du­el­le Über­le­gen­heit aus und ver­hin­der­ten die Bla­ma­ge.

Mit ei­ner Ener­gie­leis­tung dreh­ten sie die Par­tie am En­de zur Freu­de ih­res Trai­ners. „Wir ha­ben nie auf­ge­ge­ben“, lob­te Kro­wi­cki und ver­ord­ne­te sei­nem viel be­an­spruch­ten Team nun die ver­dien­te Re­ge­ne­ra­ti­on. So soll der Ap­pe­tit auf Hand­ball schnell wie­der wach­sen.

@ www.nwzonline.de/vfl-hand­ball

BILD: PIET MEY­ER

Die Hal­te­grif­fe sit­zen: Ste­fa­nie Kai­ser (links) und Kel­ly Dul­fer ar­bei­te­ten sich an der HSG Bad Wil­dun­gen (schwar­ze Tri­kots) re­gel­recht ab.

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