Tur­bu­len­tes Gru­sel­spek­ta­kel Re­gis­seur Ekat Cor­des in­sze­niert er­neut das Ol­den­bur­ger Weih­nachts­mär­chen. „Das Ge­spenst von Can­ter­vil­le“ist ein Stück für die gan­ze Fa­mi­lie.

„Ge­spenst von Can­ter­vil­le“spukt im Staats­thea­ter – Ab 20. No­vem­ber

Nordwest-Zeitung - - STADT OLDENBURG - VON MA­JA HIN­RICHS

OL­DEN­BURG – 400 Jah­re lang hat Sir Si­mon so manch neu­en Haus­her­ren von Schloss Can­ter­vil­le ver­jagt und Men­schen das Fürch­ten ge­lehrt. Doch jetzt wird al­les an­ders: Ei­ne neue Fa­mi­lie zieht in die al­ten Ge­mäu­er, „und schon beim ers­ten Spuk­ver­such geht al­les in die Ho­se“, er­zählt Re­gis­seur Ekat Cor­des zum neu­en Ol­den­bur­ger Weih­nachts­mär­chen. Das Stück fei­ert am Sonn­tag, 20. No­vem­ber, Pre­mie­re im Gro­ßen Haus.

Fa­mi­lie Otis zieht aus Ame­ri­ka nach Schott­land, wo Mr. Hi­ram Otis ein neu­es Heim für sich und sei­ne Fa­mi­lie er­stan­den hat. Da­bei han­delt es sich um nichts ge­rin­ge­res als ein rich­ti­ges Schloss. Ein wah­rer Traum wird wahr, könn­te man glau­ben. Was je­doch al­le In­ter­es­sen­ten

au­ßer Mr. Otis bis­her ab­schreck­te: Ein Ge­spenst soll dort sein Un­we­sen trei­ben. Doch schon nach Ein­zug merkt Schloss­ge­spenst Sir Si­mon, dass es sich nun wohl aus­ge­spukt hat. Kein Gru­sel­ver­such funk­tio­niert. Die Ame­ri­ka­ner schei­nen von je­dem noch so aus­ge­tüf­tel­ten Spuk un­be­ein­druckt. Wie kann die Fa­mi­lie nur ein Ge­spenst in die Flucht schla­gen?

„Nicht das Ge­spenst ist un­heim­lich, son­dern die Fa­mi­lie in ih­rer Art“, be­schreibt der Re­gis­seur das Gru­sel­stück. „Die Mut­ter ist sehr ex­tro­ver­tiert; und die zen­tra­le Fi­gur, Toch­ter Vir­gi­nia, macht gera­de ei­ne düs­te­re Pha­se der Pu­ber­tät durch. Sie fühlt sich fehl am Platz.“Das Ge­spenst und die Toch­ter der Fa­mi­lie tei­len da­mit so­gar ih­re Ein­sam­keit. Und was Sir Si­mon noch nicht zu ah­nen scheint: Das Gan­ze hat auch sein Gu­tes.

„Das be­son­ders In­ter­es­san­te an die­sem Stück ist, dass hier Wel­ten auf­ein­an­der­pral­len: Ame­ri­ka und Groß­bri­tan­ni­en, El­tern und Toch­ter, Fa­mi­lie und Ge­spenst“, sagt Cor­des. In dem Fa­mi­li­en­stück kann sich al­so je­der in ir­gend­ei­ner Form wie­der­fin­den. Und schon jetzt sei laut Re­gis­seur ver­ra­ten: „Man er­lebt sehr viel, was Thea­ter so kann. Wit­zig, ernst, un­heim­lich und auch be­rüh­rend.“

In­sze­niert von Re­gis­seur Ekat Cor­des sind auf der Büh­ne Tho­mas Birk­lein als Hu­bert Hum­ble, Ca­ro­li­ne Na­gel als Mar­ga­ret Um­ney, Mr. Hi­ram Otis als Le­an­der Lich­ti, Ni­ent­je Schwa­be als sei­ne Ehe­frau Lu­ci­le Otis, Dia­na Ebert als Toch­ter Vir­gi­nia, Tom Oh­ne­rast als Wa­shing­ton, Yas­sin Tra­bel­si als Ce­ci­le Che­si­re, Mat­thi­as Klei­nert als Ge­spenst Sir Si­mon de Can­ter­vil­le und Ra­mo­na Su­resh, Ju­lia­na Djul­ge­ro­va und Nor­bert Wen­del zu se­hen. Büh­ne wie Ko­s­tüm stam­men von Ani­ke Se­del­lo und Mu­sik von An­ton Ger­man. Die büh­nen­rei­fe Fas­sung nach Os­car Wil­de ent­wi­ckel­te Mat­thi­as Grön, Dra­ma­turg des Stü­ckes. P@ Mehr In­fos und Ter­mi­ne un­ter www.staats­thea­ter.de P@ Mehr Thea­ter-Spe­zi­al mit vie­len Thea­ter­be­rich­ten un­ter www.NWZonline.de/thea­ter

BILD: STEPHAN WALZL

Vor­hang auf für lus­tig-gru­se­li­ge Zei­ten für die gan­ze Fa­mi­lie: Die Ol­den­bur­ger Ins­ze­nie­rung von Os­car Wil­des „Ge­spenst von Can­ter­vil­le“star­tet in drei Wo­chen.

BILD: STEPHAN WALZL

Führ­te auch auch schon bei „Die un­end­li­che Ge­schich­te“und „Spa­ma­lot“Re­gie: Ekat Cor­des

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