Re­gie­rung ver­bie­tet Er­do­gan-Auf­tritt

Op­po­si­ti­ons­füh­rer Ki­li­cdarog­lu kri­ti­siert deut­sche Ent­schei­dung

Nordwest-Zeitung - - VORDERSEITE - VON MICHA­EL FI­SCHER UND AN­NE-BÉATRICE CLASMANN

BER­LIN/AN­KA­RA – Die Bun­des­re­gie­rung hat ei­nen ge­plan­ten Auf­tritt des tür­ki­schen Prä­si­den­ten Re­cep Tay­yip Er­do­gan vor An­hän­gern in Deutsch­land ver­bo­ten. „Wir tei­len der Tür­kei mit, dass wir der Über­zeu­gung sind, dass ein sol­cher Auf­tritt in Deutsch­land nicht mög­lich ist“, sag­te Au­ßen­mi­nis­ter Sig­mar Ga­b­ri­el (SPD). Ei­nen Auf­tritt im tür­ki­schen Ge­ne­ral­kon­su­lat kön­ne die Bun­des­re­gie­rung al­ler­dings nicht un­ter­sa­gen.

Er­do­gan hat­te of­fi­zi­ell ei­nen Auf­tritt vor An­hän­gern am Ran­de des G20-Gip­fels be­an­tragt. Vor dem Ver­fas­sungs­re­fe­ren­dum in der Tür­kei im April hat­te es hef­ti­gen Streit über ein­zel­ne un­ter­sag­te Wahl­kampf­auf­trit­te tür­ki­scher Po­li­ti­ker in Deutsch­land ge­ge­ben. Er­do­gan hat­te der Bun­des­re­gie­rung dar­auf­hin Na­zi-Me­tho­den vor­ge­wor­fen.

Der tür­ki­sche Op­po­si­ti­ons­füh­rer Ke­mal Ki­li­cdarog­lu sag­te, er fin­de das Ver­bot ei­nes Er­do­gan-Auf­tritts nicht rich­tig. „Er­do­gan soll­te dort hin­ge­hen und zu sei­nen ei­ge­nen Bür­gern spre­chen dür­fen“, sag­te er.

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