Män­ner ha­ben mehr Schul­den als Frau­en

92 360 Nie­der­sach­sen such­ten Hil­fe – Im Schnitt 28 305 Eu­ro im Mi­nus

Nordwest-Zeitung - - VORDERSEITE - VON RALF KRÜGER UND PATRICK REICHARDT

HANNOVER – Ar­beits­lo­sig­keit gilt in Nie­der­sach­sen wie auch in an­de­ren Bun­des­län­dern als größ­ter Aus­lö­ser für ei­ne Über­schul­dung. Das geht aus ei­ner Stu­die her­vor, die das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt in Wies­ba­den am Don­ners­tag vor­stell­te.

Die Schul­den der 92360 Nie­der­sach­sen, die im Jahr 2016 ei­ne Schuld­ner­be­ra­tungs­stel­le auf­ge­sucht ha­ben, la­gen im Schnitt bei 28305 Eu­ro. Auf­fal­lend da­bei: Zwi­schen Harz und Nord­see­küs­te ha­ben Män­ner mit durch­schnitt­lich 33028 Eu­ro weit­aus mehr Schul­den an­ge­häuft als Frau­en (23 080 Eu­ro).

Bun­des­weit wa­ren Ar­beits­lo­sig­keit (21 Pro­zent), Sucht, Er­kran­kung oder Un­fall (zu­sam­men 15 Pro­zent) und Tren­nung, Schei­dung oder Tod des Part­ners (zu­sam­men 13 Pro­zent) die wich­tigs­ten Aus­lö­ser für ho­he Schul­den. Nicht ein­mal je­der Zehn­te (8 Pro­zent) ist über­schul­det, weil er mit sei­ner Selbst­stän­dig­keit ge­schei­tert ist. Schuld­ner in Deutsch­land müs­sen im Schnitt zehn Wo­chen auf ei­ne pro­fes­sio­nel­le Be­ra­tung war­ten – in be­son­ders schwe­ren Fäl­len kann dies zu spät sein.

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