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BGH lehnt Re­vi­si­on ab – Ur­teil des Land­ge­richts da­mit rechts­kräf­tig

Nordwest-Zeitung - - NBEURGUAC - VON FRANZ-JO­SEF HÖFFMANN

Der Mann aus Afri­ka hat­te ei­ne Frau am Wen­de­ha­fen bru­tal ver­ge­wal­tigt. DNA-Spu­ren hat­ten ihn über­führt.

OL­DEN­BURG – Rechts­kräf­tig ge­wor­den ist das Ur­teil des Ol­den­bur­ger Land­ge­rich­tes ge­gen ei­nen Asyl­be­wer­ber aus Afri­ka, der am 24. Ju­li vo­ri­gen Jah­res am Ol­den­bur­ger Wen­de­ha­fen an der Dok­torsklap­pe ei­ne 50-jäh­ri­ge Frau auf das Bru­tals­te ver­ge­wal­tigt hat­te. Der Bun­des­ge­richts­hof (BGH) hat die Re­vi­si­on des An­ge­klag­ten ge­gen die­ses Ur­teil als un­be­grün­det ver­wor­fen. Das be­stä­tig­te An­fang die­ser Wo­che Rich­ter Michael Herrmann, Pres­se­spre­cher des Land­ge­rich­tes.

Wie be­rich­tet, hat­te die 4. Gro­ße Straf­kam­mer der Jus­tiz­be­hör­de un­ter Vor­sitz von Rich­te­rin Ju­dith Blohm den 38-Jäh­ri­gen im März die­sen Jah­res zu drei Jah­ren und acht Mo­na­ten Ge­fäng­nis ver­ur­teilt. Der An­ge­klag­te hat­te in dem Ver­fah­ren zu­nächst ge­schwie­gen. Doch als ihn am Tat­ort vor­ge­fun­de­ne DNA-Spu­ren ein­deu­tig über­führ­ten, trat er ei­ne für das Op­fer schmerz­haf­te Flucht nach vor­ne an.

Die Frau ha­be den Sex ge­wollt, be­haup­te­te er dreist. Er ha­be sich ge­wehrt und dann nur ei­ni­ge Sex­prak­ti­ken zu­ge­las­sen.

Vor dem „ein­ver­nehm­li­chen“Beischlaf ha­be man zu­sam­men ei­ne Fla­sche Rot­wein ge­trun­ken, woll­te der An­ge­klag­te sei­ne The­se von ei­nem ein­ver­ständ­li­chen Sex un­ter­mau­ern. Der An­ge­klag­te mein­te so­gar, die 50-Jäh­ri­ge wür­de sich nur schä­men, mit ihm frei­wil­li­gen Sex ge­habt zu ha­ben. Des­we­gen be­las­te sie ihn zu Un­recht, so der 38-Jäh­ri­ge. Den Fest­stel­lun­gen zu­fol­ge war das Op­fer vor der Tat vol­ler Le­bens­freu­de ge­we­sen, nun aber sah man ei­ne ge­bro­che­ne Frau.

Das war un­ter an­de­rem auch ein Grund da­für, dass die Vor­sit­zen­de Rich­te­rin Ju­dith Blohm ein Macht­wort sprach. Es ge­be über­haupt kei­ne Zwei­fel dar­an, dass der An­ge­klag­te die Frau ver­ge­wal­tigt ha­be. Die 50-Jäh­ri­ge ha­be ei­nen ab­so­lut glaub­wür­di­gen Ein­druck ge­macht. Sie sei das Op­fer, der An­ge­klag­te der Tä­ter. Die obers­ten Rich­ter des Bun­des­ge­richts­ho­fes sa­hen das jetzt ge­nau­so. Des­we­gen wur­de die Re­vi­si­on des An­ge­klag­ten auch ver­wor­fen. Für den 38-Jäh­ri­gen be­deu­tet das Ur­teil sei­ne Ab­schie­bung. Ab drei Jah­ren Haft ist die Ab­schie­bung von Asyl­be­wer­bern zwin­gend.

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