Bund dü­piert

Nordwest-Zeitung - - MEINUNG - VON ANDRE­AS HER­HOLZ, BÜ­RO BER­LIN @ Den Au­tor er­rei­chen Sie un­ter fo­rum@in­fo­au­tor.de Le­ser­zu­schrif­ten auch an: les­er­fo­rum@NWZ­me­di­en.de

Von Ein­sicht kei­ne Spur, und zur Wie­der­gut­ma­chung fehlt die Be­reit­schaft. Der Auf­tritt der Au­to­bos­se und ihr Duk­tus nach dem Kri­sen­tref­fen in Ber­lin spre­chen Bän­de und zei­gen, dass sie den Ernst der La­ge nicht ver­stan­den ha­ben. Noch wäh­rend der Au­to­gip­fel und die Be­ra­tun­gen lie­fen, fei­er­te die Au­to­in­dus­trie be­reits ih­ren ver­meint­li­chen Er­folg, nahm das Er­geb­nis be­reits vor­weg und dü­pier­te die Ver­hand­lungs­part­ner von Bund und Län­dern.

Am En­de ste­hen kein gro­ßer Wurf mit Um­rüs­tun­gen der Mo­to­ren, kei­ne Ent­schä­di­gun­gen für die be­tro­ge­nen Kun­den und auch kei­ne über­zeu­gen­den Maß­nah­men, Fahr­ver­bo­te zu ver­hin­dern. Statt­des­sen gibt es ei­ne Mi­ni­mal­lö­sung mit Soft­ware­än­de­run­gen, de­ren Wir­kung höchst zwei­fel­haft ist, die aber weit­aus güns­ti­ger für die Her­stel­ler sind als der Um­bau von Mo­to­ren.

Na­tür­lich ist die Au­to­bran­che ei­ne Schlüs­sel­in­dus­trie in Deutsch­land, von der vie­le Ar­beits­plät­ze ab­hän­gen. Doch dür­fen sich Bund und Län­der von den Kon­zer­nen nach ei­nem mas­si­ven Be­trug nicht noch die Be­din­gun­gen für die Scha­dens­be­gren­zung dik­tie­ren las­sen.

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