Pech für Schulz

Nordwest-Zeitung - - MEINUNG - VON AND­RE­AS HERHOLZ, BÜ­RO BER­LIN

Der Pau­ken­schlag von Han­no­ver, der Ver­lust der rot­grü­nen Mehr­heit in Nie­der­sach­sen, ist für Mar­tin Schulz jetzt ein wei­te­rer her­ber Rück­schlag. Gera­de woll­te der SPD-Kanz­ler­kan­di­dat auf die Ziel­ge­ra­de in Rich­tung Wahl­kamp­fend­spurt ein­bie­gen, Bo­den gut­ma­chen und den Ab­stand zu Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel und der CDU ver­kür­zen. Da kommt die Hi­obs­bot­schaft aus Nie­der­sach­sen.

Als wä­ren die drei letz­ten Schlap­pen bei der Land­tags­wahl nicht schon schlimm ge­nug ge­we­sen, die den Schulz­Ef­fekt zu­nich­te ge­macht hat­ten, wird der Mer­kel-Her­aus­for­de­rer jetzt noch Op­fer des In­tri­gen­spiels ei­ner ent­täusch­ten grü­nen Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten. Der Par­tei­wech­sel von El­ke Twes­ten zur CDU be­raubt nicht nur Nie­der­sach­sens SPD-Mi­nis­ter­prä­si­dent Ste­phan Weil sei­ner dün­nen rot-grü­nen Re­gie­rungs­mehr­heit. Er über­schat­tet auch den Bun­des­tags­wahl­kampf und die Per­spek­ti­ve Rot/Grün.

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