DAS STATE­MENT DES MI­NIS­TER­PRÄ­SI­DEN­TEN

Nordwest-Zeitung - - HINTERGRUND -

Zum Wech­sel der Grü­nen­Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten El­ke Twes­ten zur CDU und dem Ver­lust der rot-grü­nen Mehr­heit in Nie­der­sach­sen er­klär­te Mi­nis­ter­prä­si­dent Ste­phan Weil (SPD) am Frei­tag vor der Staats­kanz­lei in Han­no­ver:

„Dass ei­ne Ab­ge­ord­ne­te aus ei­gen­nüt­zi­gen Grün­den ei­ne Frak­ti­on ver­lässt und da­mit die von den Wäh­le­rin­nen und Wäh­lern ge­wünsch­te Mehr­heit im nie­der­säch­si­schen Land­tag ver­än­dert, be­trach­te ich als un­säg­lich und schäd­lich für die De­mo­kra­tie. Dies gilt um­so mehr, als oh­ne­hin in et­was mehr als fünf Mo­na­ten Neu­wah­len an­ste­hen wür­den. Wenn die CDU sich die­ses Ver­hal­ten zu­nut­ze macht, be­tei­ligt sie sich ak­tiv an der Miss­ach­tung des Wäh­ler­wil­lens. Die Wäh­le­rin­nen und Wäh­ler müs­sen die Mög­lich­keit ha­ben, dar­auf zu re­agie­ren. Ich hal­te ei­ne kurz­fris­ti­ge Selbst­auf­lö­sung des Land­tags und schnellst­mög­li­che vor­ge­zo­ge­ne Neu­wah­len für un­ab­ding­bar. Ich ap­pel­lie­re an die Frak­tio­nen, da­für den Weg frei­zu­ge­ben. In Nie­der­sach­sen darf es kei­ne an­de­re Mehr­heit ge­ben, als die von den Wäh­le­rin­nen und Wäh­ler ge­woll­te. Des­we­gen sind mög­lichst ra­sche Neu­wah­len das Ge­bot der St­un­de.“

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