Rin­gel­blu­men pas­sen auch ins Ge­mü­se­beet

Vol­le Blü­ten­pracht an voll­son­ni­gem Stand­ort – Wür­zi­ger Saf­ran­er­satz

Nordwest-Zeitung - - GARTEN - VON PE­TER BUSCH

Sät man erst ein­mal die ge­krümm­ten Sa­men der Rin­gel­blu­men im Früh­jahr aus, ver­brei­ten sich die Pflan­zen im gan­zen Gar­ten. Über­all wo Platz ist, kann man sie spä­ter noch ver­pflan­zen. Sie wach­sen pro­blem­los auf je­dem Bo­den, so­gar noch im Halb­schat­ten, ob­wohl ein voll­son­ni­ger Stand­ort erst die rich­ti­ge Blü­ten­pracht her­vor­bringt.

Für far­bi­ge Tup­fer sorgt die Rin­gel­blu­me auch im Ge­mü­se­gar­ten, wo sie an We­gen oder zwi­schen den Kul­tu­ren durch­aus zu dul­den ist. Im na­tur­ge­mä­ßen Gar­ten­bau fin­det man Rin­gel­blu­men häu­fig zwi­schen Ge­mü­se und Kräu­tern. Dies dient nicht nur der Far­ben­präch­tig­keit, son­dern hilft auch, Ne­ma­to­den zu be­kämp­fen.

Rin­gel­blu­men las­sen sich her­vor­ra­gend als wür­zi­ges Kraut für die Kü­che ein­set­zen. Die jun­gen Blät­ter pas­sen aus­ge­zeich­net als Würz­mi­schung zu Sa­la­ten. Die Blü­ten wur­den schon von den Rö­mern als Saf­ran­er­satz ge­nutzt und sind auch heu­te noch ei­ne Al­ter­na­ti­ve für das sünd­haft teu­re Kro­kus­ge­würz. Die Blü­ten­blät­ter fär­ben zwar nicht so in­ten­siv, aber da­für scha­det es nichts, ein paar mehr zu neh­men. Sie pas­sen gut zu Ge­flü­gel, Fleisch­sup­pen, Fisch­spei­sen und zu Reis und ge­ben den Ge­rich­ten ei­nen an­ge­neh­men, leicht bit­te­ren Ge­schmack.

Für den Rin­gel­blu­men-Saf­ran sam­melt man bei son­ni­gem und tro­cke­nem Wet­ter nur die Blü­ten­blät­ter auf­ge­blüh­ter Ex­em­pla­re und trock­net sie luf­tig, oh­ne künst­lich Wär­me zu­zu­fü­gen. Die tro­cke­nen Blü­ten wer­den luft­dicht ver­schlos­sen, da sie sonst wie­der Feuch­tig­keit an­zie­hen. Zum Spät­som­mer kann man von den ver­schie­den­far­bi­gen Pflan­zen gut Sa­men sam­meln, um da­mit das Sor­ti­ment im ei­ge­nen Gar­ten zu ver­grö­ßern.

Um den Flug­in­sek­ten auch Pol­len und Nekt­ar bie­ten zu kön­nen, soll­ten un­ge­füll­te Sor­ten den Vor­zug er­hal­ten.

BILD: PE­TER BUSCH

Far­bi­ge Tup­fer: die gel­ben und oran­ge­nen Strah­len­blü­ten der Rin­gel­blu­men

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