Schlepp­fahr­zeug nicht zur Stel­le: Ver­spä­tung

Nordwest-Zeitung - - REISE -

ER­DING i EHe rgKGeaee­tGr Push­back-Fahr­zeug schiebt ein Flug­zeug rück­wärts aus der Po­si­ti­on am Flug­steig. Ver­spä­tet sich ei­ne Flug­rei­se deut­lich, weil ein sol­ches Schlepp­fahr­zeug für den Start der Ma­schi­ne nicht ver­füg­bar ist, muss die Flug­ge­sell­schaft kei­ne Ent­schä­di­gung zah­len. Denn das Fahr­zeug wird vom Flug­ha­fen ein­ge­setzt, die Flug­ge­sell­schaft hat dar­auf kei­nen Ein­fluss. Das ent­schied das Amts­ge­richt Er­ding (Az. 7 C 1934/15), be­rich­tet die Deut­sche Ge­sell­schaft für Reiserecht in der Zeit­schrift „ReiseRecht ak­tu­ell“. Im ver­han­del­ten Fall ging es um ei­nen Flug aus dem chi­ne­si­schen Guang­zhou über Pa­ris zu­rück nach Mün­chen. Das Flug­zeug muss­te in Chi­na ver­spä­tet star­ten, weil das Push­back-Fahr­zeug nicht recht­zei­tig da war. So ver­pass­te die Klä­ge­rin ih­ren An­schluss­flug und er­reich­te ihr Ziel erst mit mehr als drei St­un­den Ver­spä­tung – ei­gent­lich ein Fall für ei­ne Ent­schä­di­gung. In die­sem Fall je­doch nicht: Die ver­spä­te­te Start­erlaub­nis ha­be nicht im Ein­fluss­be­reich der Flug­ge­sell­schaft ge­le­gen, so das Ge­richt. Das Flug­zeug sei von­sei­ten der Air­line start­be­reit ge­we­sen.

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