Ost­deut­sche blei­ben bei Lohn im Nach­teil

Mehr Ar­beit, 8eni­ger Geld – Nie­der­sach­sen 9etz­ter der West-94nder

Nordwest-Zeitung - - NAITEN - VON RUP­PERT MAYR

BER­LIN – Ost­deut­sche ver­die­nen im Schnitt we­ni­ger als West­deut­sche, ob­wohl sie nach ei­ner neu­en Sta­tis­tik län­ger ar­bei­ten. Die Lin­kenBun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Sa­bi­ne Zim­mer­mann sag­te, in den neu­en Län­dern (oh­ne Ber­lin) leis­te­ten Ar­beit­neh­mer im ver­gan­ge­nen Jahr durch­schnitt­lich 74 Ar­beits­stun­den mehr, be­ka­men da­für aber 18,7 Pro­zent oder 6392 Eu­ro we­ni­ger.

Zim­mer­mann, die sich auf Da­ten der Sta­tis­ti­schen Äm­ter des Bun­des und der Län­der be­rief, er­läu­ter­te wei­ter: Ka­men im Os­ten (oh­ne Ber­lin) im ver­gan­ge­nen Jahr durch­schnitt­lich 1360 Ar­beits­stun­den auf ei­nen Ar­beit­neh­mer, wa­ren es in den al­ten Län­dern (oh­ne Ber­lin) 1286. Da­bei be­trug der Brut­to­lohn im Os­ten je Ar­beit­neh­mer im Schnitt 27 784 Eu­ro, im Wes­ten 34 176 Eu­ro. Der Durch­schnitts­lohn in ganz Deutsch­land lag bei 33 284 Eu­ro.

Nach der Sta­tis­tik be­ka­men Ar­beit­neh­mer in Meck­len­burg-Vor­pom­mern mit im Schnitt 26692 Eu­ro am we­nigs­ten. In Ham­burg gab es den mit Ab­stand höchs­ten durch­schnitt­li­chen Lohn mit 39 678 Eu­ro, ge­folgt von Hes­sen (36896 Eu­ro), Ba­denWürt­tem­berg (35876 Eu­ro) und Bay­ern (35284 Eu­ro). Bran­den­burg, das mit 28118 Eu­ro an der Spit­ze der Ost­län­der lag, ran­gier­te noch hin­ter Nie­der­sach­sen, das mit 29 422 Eu­ro Schluss­licht der West­län­der war.

Zim­mer­mann er­klär­te: „Die Spal­tung am Ar­beits­markt hält auch über ein Vier­tel­jahr­hun­dert nach der Wen­de an.

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