Ra­vol­ver­mann kämpft ge­gen schwar­zen Mann

CGhr dunk­le Turm“ab Don­ners­tag in den Ki­nos – >rs­ter Teil von Ste­phen Kings Fan­ta­sy-Sa­ga

Nordwest-Zeitung - - KULTUR - VON eOLFGANG ALEX­AN­DER MEYER

MAINE/OL­DEN­BURG – „Pee dann in Schwarz floh durch die Wüs­te, und der Re­vol­ver­mann folg­te ihm.“Das ist der ers­te Satz der Fan­ta­sy-Sa­ga „Der dunk­le Turm“von Ste­phen King (69). Es sei ei­ner der bes­ten Sät­ze, die sein künst­le­ri­sches Schaf­fen je her­vor­ge­bracht ha­be, be­haup­tet der Best­sel­ler­au­tor. Auch das Ge­samt­werk, an dem er rund 30 Jah­re ge­ar­bei­tet hat, nimmt ei­nen be­son­de­ren Platz in Kings Le­ben ein.

An die­sem Don­ners­tag kommt die ers­te Ver­fil­mung des Stof­fes um Roland den Re­vol­ver­mann in die deut­schen Ki­nos. Das Werk galt lan­ge als un­ver­film­bar, und lan­ge Zeit wei­ger­te sich King aus eben die­sem Grund, die Film­rech­te ab­zu­tre­ten. Das än­der­te sich 2009, als er die Se­rie „Lost“sah und die Rech­te an J. J. Abrams für den sym­bo­li­schen Preis von 19 Dol­lar ver­kauf­te. Abrams nahm die Ver­wirk­li­chung

des Pro­jek­tes je­doch nicht in An­griff.

Nach­dem ver­schie­de­ne Kon­zep­te ent- und wie­der ver­wor­fen wur­den, über­nahm 2015 schließ­lich So­ny Pictures En­ter­tain­ment die Um­set­zung der Sa­ga für das Ki­no. Vor dem Weg ins Ki­no lohnt sich ein Blick auf Kings Werk.

Roland De­schain ge­hört der al­ten Herr­scher­kas­te der Re­vol­ver­män­ner an, von de­nen er der letz­te noch Ver­blie­be­ne ist. Auf­ge­wach­sen in ei­ner posta­po­ka­lyp­ti­schen Welt, in der Wis­sen­schaft und Ma­gie ne­ben­ein­an­der exis­tie­ren, ist er auf dem Weg zum dunk­len Turm. Das Ge­bäu­de stellt das Zen­trum al­ler Uni­ver­sen dar. Von dort aus hofft er, sei­ne Welt, die mehr und mehr zer­fällt, wie­der in Ord­nung brin­gen zu kön­nen.

Sein Geg­ner ist der schar­lach­ro­te Kö­nig, der den Turm zer­stö­ren und so das En­de der Welt ein­läu­ten will. Auf sei­nem Weg muss sich Roland ge­gen di­ver­se Wi­der­sa­cher wie Mu­tan­ten, Ro­bo­ter, Dä­mo­nen, Vam­pi­re und den schwar­zen Mann, ei­nen Zau­be­rer und einst en­gen Be­ra­ter sei­nes Va­ters, be­haup­ten.

Ihm zur Sei­te steht sein so­ge­nann­tes Ka-tet, be­ste­hend aus dem Jun­gen Ja­ke Cham­bers, dem Ex-Jun­kie Ed­die De­an, ei­ner Bür­ger­recht­le­rin aus den 60er Jah­ren, die un­ter ei­ner schi­zo­phre­nen Per­sön­lich­keits­stö­rung lei­det und kei­ne Bei­ne mehr hat, und Bil­ly Bum­bler Oi, ei­nem spre­chen­den Tier, das an ei­nen Wasch­bä­ren er­in­nert.

Ste­phen King er­zählt die Rei­se von Roland dem Re­vol­ver­mann in acht Bü­chern. Die Ka­pi­tel des ers­ten Bu­ches „Schwarz“er­schie­nen ab 1978 in ei­nem Sci­ence-Fic­tion-Ma­ga­zin. In Buch­form wur­den sie dann 1988 ver­öf­fent­licht. Über ei­nen Zei­t­raum von 16 Jah­ren er­schie­nen wei­te­re sechs Bän­de. Das vor­läu­fi­ge En­de er­reich­te die Rei­he 2004 mit dem Buch „Der Turm“.

Ob­wohl sei­ne Bü­cher welt­be­kannt sind, ge­hört die Rei­he um den dunk­len Turm nicht zu den meist­ge­le­se­nen Wer­ken des Au­tors. Die­je­ni­gen, die es ge­tan hät­ten, sei­en ih­nen je­doch lei­den­schaft­lich be­geg­net, sag­te King.

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