Von der Kon­fe­renz zur ge­fal­te­ten Zei­tung

Grup­pe blickt hin­ter die Ku­lis­sen der Ð – Pa­pier­lo­ser Nach­rich­ten­ti­cker

Nordwest-Zeitung - - BLICK IN DIE NACHBARSCHAFT -

Wolf­gang Oehrl OL­DEN­BURG – Wie wer­den die re­gio­na­len und in­ter­na­tio­na­len In­for­ma­tio­nen in ei­ner Ta­ges­zei­tung bis zum fer­ti­gen Druck aus­sor­tiert bzw. auf­ge­nom­men? Auf Ein­la­dung des Chef­re­dak­teurs Lars Re­cker­mann kam ei­ne klei­ne Grup­pe in­ter­es­sier­ter Le­ser und Le­se­rin­nen zum Ð-Me­di­en­haus Ol­den­burg.

Der Chef­re­dak­teur führ­te zum Kon­fe­renz­raum, wo sich Res­sort­lei­ter, Chef­re­dak­ti­on, On­line-Re­dak­ti­on und nwz­play, ins­ge­samt ca. 12 Per­so­nen, zur Mit­tags­sit­zung tra­fen. Auf ei­nem gro­ßen Bild­schirm be­rich­te­ten die Lo­kal­re­dak­tio­nen auf zehn Teil­bild­schir­men von ih­ren Vor­ha­ben und Schwer­punk­ten.

Be­son­ders in­ter­es­siert wa­ren die Be­su­cher an der Zu­sam­men­füh­rung der Mel­dun­gen von au­ßen. Von al­ten Zeiten war noch die „Funk­bu­de“in Er­in­ne­rung, wo Tag und Nacht meh­re­re Fern­schrei­ber me­ter­lan­ge Fah­nen aus­spuck­ten. Im di­gi­ta­len Zeit­al­ter läuft al­les pa­pier­los über die Rech­ner, vie­les ver­ein­facht, aber aber auch auf­wen­di­ger: je nach Er­eig­nis, Groß­ver­an­stal­tung, Nach­ruf ei­ner be­son­ders wich­ti­gen Per­son etc. kön­nen 1000 bis über 2500 Bil­der bei 250 bis 500 Ein­zel­mel­dun­gen vor­lie­gen, aus de­nen ei­ne Aus­wahl ge­trof­fen wer­den muss.

Im „News­room“er­mög­licht ei­ne Wand mit vie­len Ein­zel­schir­men ge­ziel­te Ein­bli­cke auf al­le Sei­ten. Ge­gen 22 Uhr müs­sen Bil­der und Tex­te beim Druck­haus vor­lie­gen, da­mit bis spä­tes­tens 6 Uhr die Abon­nen­ten ih­re Zei­tung im Brief­kas­ten vor­fin­den – mit ver­schie­de­nen Son­der­wün­schen, wie Chef­re­dak­teur Re­cker­mann schmun­zelnd er­wähn­te: „Bit­te Zei­tung ge­rollt“, „als Ge­samt­blatt“, „ge­fal­tet“usw.

Re­dak­teu­re, Tech­nik, Dru­cker usw. müs­sen be­zahlt wer­den. Die Abon­nen­ten kom­men zu­neh­mend aus der äl­te­ren Le­ser­grup­pe. Aber auch die Jün­ge­ren, die Stu­den­ten kön­nen das Ta­ges­ge­sche­hen auf ih­ren trag­ba­ren Bild­schir­men ver­fol­gen, die Ge­büh­ren sei­en sehr ge­ring und at­trak­tiv, er­läu­tert Lars Re­cker­mann, der zum Ab­schluss noch vie­le Mi­nu­ten für Fra­gen zur Ver­fü­gung stand und gro­ßes Lob er­hielt. Ar­ti­kel vom 3. Au­gust Ð-Chef­re­dak­teur Lars Re­cker­mann (links) be­grüßt die Be­su­cher in sei­nem Bü­ro in der Pe­ter­stra­ße.

BILD: WOLF­GANG OEHRL

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