Kö­che-Kri­ti­ker Chris­ti­an Mil­lau ge­stor­ben

Mit­be­grün­der des welt­be­rühm­ten Re­stau­rant­füh­rers

Nordwest-Zeitung - - PANORAMA - VON SE­BAS­TI­AN KU­NIG­KEIT

Mil­lau und Gault präg­ten den Be­griff der „Nou­vel­le Cui­sine“. =er „Gault&Mil­lau“be­wer­tet Re­stau­rants nach dem fran­zö­si­schen Schul­no­ten­sys­tem.

PA­RIS – Er schuf ei­nen der be­kann­tes­ten Gour­met-Rat­ge­ber der Welt: Der fran­zö­si­sche Gas­tro­no­mie­kri­ti­ker Chris­ti­an Mil­lau ist tot. Der Mit­grün­der des Re­stau­rant­füh­rers und Ma­ga­zins „Gault&Mil­lau“starb im Al­ter von 88 Jah­ren, wie die Pu­bli­ka­ti­on am Mon­tag be­kannt­gab. Mil­lau und sein Jour­na­lis­ten­kol­le­ge Hen­ri Gault hat­ten 1969 ihr ei­ge­nes Ma­ga­zin ge­grün­det, zu dem dann ein jähr­li­cher Re­stau­rant­füh­rer hin­zu­kam. Mit die­sem er­kämpf­ten sie sich ei­nen Platz ne­ben dem be­rühm­ten „Gui­de Mi­che­lin“.

Mit ei­nem 1973 ver­öf­fent­lich­ten Ma­ni­fest präg­ten Mil­lau und Gault zu­dem den Be­griff der „Nou­vel­le Cui­sine“– und tru­gen maß­geb­lich da­zu bei, die­se neue Koch­be­we­gung welt­be­kannt zu ma­chen. Das Bild zeigt Chris­ti­an Mil­lau im Jahr 2004.

Ih­re zehn Ge­bo­te für die „neue fran­zö­si­sche Kü­che“stell­ten ein­fa­che­re Zu­be­rei­tung und fri­sche Zu­ta­ten in den Vor­der­grund.

Der „Gault&Mil­lau“be­wer­tet Re­stau­rants nach dem fran­zö­si­schen Schul­no­ten­sys­tem mit 0 bis 20 Punk­ten. 1983 er­schien die ers­te deut­sche Aus­ga­be des Re­stau­rant­füh­rers, zehn Jah­re spä­ter folg­te auch ein „Wein Gui­de Deutsch­land“. „Ein Koch ist ein Künst­ler, ein Hand­wer­ker“, so Mil­lau – er müs­se sei­nem ei­ge­nen Ge­schmack treu blei­ben und nicht den Mo­den der Zeit fol­gen. „Man muss das tun, wor­auf man Lust hat.“

DPA-BILD: JA­NIN

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