NUuUA TUAmTR schmUTßL ZUTLpBäRU üGUA EUR HDufUR

Ur­nen­gang am 15. Ok­to­ber in Nie­der­sach­sen – Kan­di­da­ten in Ter­min­schwie­rig­kei­ten

Nordwest-Zeitung - - NBEURGUAC - VON THO­MAS HUSMANN UND JENS SCHÖNIG

OL­DEN­BURG – Die Wür­fel sind ge­fal­len: Be­reits am 15. Ok­to­ber, statt wie ur­sprüng­lich ge­plant erst im Ja­nu­ar, müs­sen die Nie­der­sach­sen ei­nen neu­en Land­tag wäh­len. Die vor­ge­zo­ge­nen Neu­wah­len wer­fen die Pla­nun­gen der Ol­den­bur­ger Land­tags­kan­di­da­ten über den Hau­fen. Man­che se­hen dar­in aber auch Po­si­ti­ves.

SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter Ulf Pran­ge hofft, dass die Men­schen im Herbst-Wahl­kampf eher an den In­for­ma­ti­ons­stän­den ste­hen blei­ben als an kal­ten Win­ter­ta­gen. Par­tein­tern sei zu­dem ge­klärt wor­den, dass die No­mi­nie­rungs­kon­fe­ren­zen nicht wie­der­holt wer­den müs­sen. Nun müs­se al­ler­dings die Lan­des­lis­te schnel­ler als er­war­tet auf­ge­stellt wer­den. „Un­ter Druck kann man manch­mal bes­ser ar­bei­ten als oh­ne“, glaubt er. Auch die Ma­te­ria­li­en für den Wahl­kampf müss­ten nun deut­lich eher fer­tig wer­den. Der Blick müs­se sich nach der be­vor­ste­hen­den Bun­des­tags­wahl schnell auf die Lan­des­po­li­tik fo­kus­sie­ren.

Für SPD-Kan­di­da­tin Han­na Na­ber be­deu­tet der vor­ge­zo­ge­ne Wahl­ter­min vor al­lem be­ruf­li­chen Stress, weil ter­min­li­che

Ab­spra­chen neu ge­trof­fen wer­den müs­sen. Für den Wahl­kampf ha­be sie zu­dem ei­nen kon­kre­ten Zeit­plan ge­habt, der nun neu auf­ge­stellt wer­den müs­se. Das Gan­ze er­for­de­re ein enor­mes Maß an Or­ga­ni­sa­ti­on.

CDU-Kan­di­dat Chris­toph Baak sieht sich und die Par­tei auch für den frü­he­ren Wahl­ter­min ge­wapp­net. „Die neu­en Wer­be­ma­te­ria­li­en wer­den gera­de mit Hoch­druck er­stellt. Mit der Be­stä­ti­gung des neu­en Ter­mins ge­hen wir so­fort in

die Pro­duk­ti­on.“Al­ler­dings: Die CDU hat­te auch schon 5000 Fly­er mit Be­zug auf den ur­sprüng­li­chen Wahl­ter­min im Ja­nu­ar dru­cken las­sen, die sie jetzt ent­sor­gen kann.

Baaks Par­tei­kol­le­gin Dr. Es­t­her Nie­werth-Bau­mann fin­det den 15. Ok­to­ber denk­bar un­glück­lich ge­wählt. „Man hat nach Bun­des­tags­wahl und Herbst­fe­ri­en noch ei­ne Wo­che zeit für den Wahl­kampf“, sagt sie. Ih­re be­ruf­li­chen Ter­mi­ne als An­wäl­tin konn­te sie ver­le­gen. „Aber wer nicht selbst­stän­dig

ist, hat da deut­lich mehr Pro­ble­me“, ist sie si­cher.

Für FDP-Kan­di­da­tin Dr. Chris­tia­ne Rat­jen-Da­merau könn­te es jetzt im Prin­zip nicht schnell ge­nug ge­hen. „Je schnel­ler die­ser Wahl­kampf vor­bei ist, des­to bes­ser“, fin­det sie. „Schon an­hand der Un­ru­he und der Schär­fe, die jetzt be­reits in die Dis­kus­si­on ge­bracht wer­den.“Die ter­min­li­che Um­stel­lung las­se sich be­wäl­ti­gen. „Das Pla­ka­tie­ren geht bei uns oh­ne­hin schnell, da wir kei­ne klei­nen

Pla­ka­te mehr auf­hän­gen.“

Die Grü­nen-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Su­san­ne Men­ge ist froh, dass der 24. Sep­tem­ber als Ter­min vom Tisch ist. „Das wä­re ei­ne Auf­ga­be ge­we­sen, die man nicht hät­te wup­pen kön­nen“, sagt sie. An der Not­wen­dig­keit ei­ner vor­ge­zo­ge­nen Wahl hat sie in­des kei­nen Zweifel. „Es wird ja jetzt deut­lich, dass die Le­gis­la­ti­ve im Land lahm­ge­legt ist.“

Hans-Hen­ning Ad­ler (Lin­ke) hät­te auch mit ei­nem Ur­nen­gang par­al­lel zur Bun­des­tags­wahl le­ben kön­nen. Sei­ne be­ruf­li­che Tä­tig­keit als Rechts­an­walt ha­be er oh­ne­hin be­reits re­du­ziert und kön­ne di­rekt in den Wahl­kampf ein­stei­gen. „Ich bin ja schon froh, dass wir kei­nen Wahl­kampf im Win­ter ma­chen müs­sen“, gibt Ad­ler zu. „In der Weih­nachts­zeit will doch kein Mensch et­was von Po­li­tik hö­ren.“

BILD: SPD

Han­na Na­ber

BILD: CDU

Es­t­her Nie­werth-Bau­mann

BILD: SPD

Ulf Pran­ge

BILD: LIN­KE

Hans-Hen­ning Ad­ler

BILD: DIE GRÜ­NEN

Su­san­ne Men­ge

BILD: CDU

Chris­toph Baak

FDP

Chris­tia­ne Rat­jen-Da­me­rauBILD:

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.