Arzt mit Wun­der­hän­den und (fast) ewi­ger Ju­gend

Hans-Wil­helm Mül­ler-Wohl­fahrt wird 75 Jah­re alt – Abitur in Je­ver ab­ge­legt

Nordwest-Zeitung - - SPORT - VON MAR­TIN MORAVEC UND HAUKE RICH­TERS

MÜNCHEN – Das Ge­heim­nis um Hans-Wil­helm Mül­ler-Wohl­fahrts schein­bar ewi­ge Ju­gend wür­de auch Uli Ho­en­eß (65) nur zu ger­ne er­fah­ren. „Er hat mir bis jetzt noch nicht ver­ra­ten, wel­ches Mit­tel­chen er be­nutzt, um mit 75 Jah­ren so aus­zu­schau­en. Ich wür­de das gern ken­nen­ler­nen“, sag­te der Prä­si­dent von Bay­ern München an­ge­spro­chen auf den run­den Ge­burts­tag des lang­jäh­ri­gen Wird 75: Hans-Wil­helm Mül­ler-Wohl­fahrt

Mann­schafts­arz­tes an die­sem Sams­tag. „Ich kann ihm nur al­les al­les Gu­te wün­schen und hof­fe, dass er wei­ter so fit bleibt.“

Wie 75 sieht Mül­ler-Wohl­fahrt, der in Leer­ha­fe (heu­ti­ger Orts­teil von Witt­mund) ge­bo­ren wur­de und am Ma­ri­en­gym­na­si­um in Je­ver sein Abitur mach­te, wirk­lich nicht aus. Un­ver­ges­sen die Bil­der, wenn er mit sei­nem we­hen­den Haar auf den Rasen sprin­te­te, den Phy­sio­the­ra­peu­ten an sei­ner Sei­te ab­häng­te und dann ei­nen Ki­cker des FC Bay­ern oder ei­nen Na­tio­nal­spie­ler ver­sorg­te.

Ei­ne aus­ge­wo­ge­ne Er­näh­rung, ein ge­sun­der Schlaf und wohl auch der im­mer noch rast­lo­se Ein­satz für sei­ne zahl­rei­chen pro­mi­nen­ten, aber auch we­ni­ger be­kann­ten Pa­ti­en­ten ha­ben den Doc of­fen­bar jung und in Form ge­hal­ten. „Mei­ne Pa­ti­en­ten brau­chen mich“, be­grün­de­te Mül­ler-Wohl­fahrt ein­mal sei­nen un­er­müd­li­chen Ein­satz.

Bei der Na­tio­nal­mann­schaft fun­giert er wei­ter­hin als Mann­schafts­arzt. Beim FC Bay­ern be­klei­det er die­se Po­si­ti­on seit April 2015 nicht mehr. Vor­aus­ge­gan­gen wa­ren Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten mit dem da­ma­li­gen Trai­ner Pep Guar­dio­la. Ein­zel­ne Spie­ler kom­men trotz­dem wei­ter­hin zu ihm.

Mül­ler-Wohl­fahrts größ­te Fä­hig­keit ist, Ver­let­zun­gen zu er­tas­ten und das Aus­maß auf­grund sei­nes Er­fah­rungs­schat­zes ein­schät­zen zu kön­nen. „Ich tau­che qua­si in den Mus­kel ein“, er­klär­te er ein­mal im „SZ“-Ma­ga­zin: „Ja, ich se­he mit den Fin­gern – so er­klä­re ich es manch­mal den Pa­ti­en­ten.“

DPA-ABILD: DEDERT

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