Ju­gend­li­che ran­da­lie­ren auf Bau­stel­le

Fens­ter ein­ge­wor­fen – Ge­län­de wird vi­deo­über­wacht

Nordwest-Zeitung - - STADT OLDENBURG -

OL­DEN­BURG/LBR – Jür­gen Düb­bel­de ist Bau­herr auf der Bau­stel­le Ger­hard-Stal­ling-Stra­ße 71 und 73 in Kru­sen­busch. Und so lang­sam mit sei­nem Latein am En­de. Beim Bau läuft zwar al­les rund, aber im­mer wie­der ran­da­lie­ren Ju­gend­li­che auf dem Ge­län­de. „Da­bei ent­steht nicht nur ein Sach­scha­den bei uns auf der Bau­stel­le, es ist na­tür­lich auch sehr ge­fähr­lich für die Ju­gend­li­chen“, sagt Düb­bel­de. Des­halb hat der Bau­herr sein Ge­län­de vi­deo­über­wacht – und weiß da­her ziem­lich ge­nau, was die Ju­gend­li­chen auf sei­ner Bau­stel­le trei­ben. „An­fangs sind sie haupt­säch­lich rum­ge­tobt“, er­klärt er. Nun wur­de je­doch ein Fens­ter ein­ge­wor­fen – ein Schach­scha­den von rund 500 Eu­ro.

Au­ßer­dem wur­den die In­nen­wän­de mit Graf­fi­tis be­sprayt, Mon­ta­ge- und Kle­be­schaum­do­sen auf dem Grund­stück ver­sprüht und auf dem mit Bi­tu­men­bah­nen ver­kleb­ten Flach­dach ge­zün­delt. „Ich ha­be den Ein­druck, dass es lang­sam schlim­mer wird“, sagt der Bau­herr. „Bald ver­put­zen wir, und in­nen wird ge­dämmt. Wenn da ein Feu­er­zeug dran ge­hal­ten wird, wä­re das na­tür­lich fa­tal.“

Des­halb hat Düb­bel­de be­reits mit der Po­li­zei ge­spro­chen, je­doch noch von ei­ner Anzeige ab­ge­se­hen. „Die Ju­gend­li­chen sind auf un­se­rer Vi­deo­über­wa­chung je­doch deut­lich zu er­ken­nen und wenn es so wei­ter­geht, dann müs­sen wir das ver­fol­gen“, sagt der Bau­herr. Schließ­lich han­de­le es sich um Haus­frie­dens­bruch. „Die­ser ju­gend­li­che Über­mut ist schon sehr är­ger­lich – und wie ge­sagt, nicht un­ge­fähr­lich für die Ju­gend­li­chen selbst.“

Da Jür­gen Düb­bel­de noch kei­ne Anzeige ge­stellt hat, kann die Po­li­zei noch nicht ak­tiv wer­den, er­klärt Sa­rah Rost, Pres­se­spre­che­rin von der Po­li­zei­in­spek­ti­on Ol­den­burg. Vi­deo­über­wa­chung sei je­doch ein ge­eig­ne­tes Mit­tel zur Prä­ven­ti­on für Bau­her­ren, vor­aus­ge­setzt, es wird nur der ei­ge­ne Be­reich über­wacht. „Na­tür­lich dür­fen kei­ne öf­fent­li­chen Plät­ze, wie Bür­ger­stei­ge, von der Ka­me­ra er­fasst wer­den“, er­klärt Rost. Im Ein­zel­fall könn­ten sol­che Über­wa­chungs­vi­de­os dann auch gut von der Po­li­zei ein­ge­setzt wer­den, um die Tä­ter zu fin­den. „Au­ßer­dem darf ja auch je­der Be­wei­se in das Ver­fah­ren ein­brin­gen und uns zur Ver­fü­gung stel­len“, sagt die Pres­se­spre­che­rin.

Dass Ju­gen­dendli­che auf Bau­stel­len ran­da­lie­ren, kom­me im­mer mal wie­der vor, weiß Bau­herr Düb­bel­de. Ein Un­ter­neh­mer, mit dem er zu­sam­men­ar­bei­te, be­rich­te­te kürz­lich, dass auf ei­ner sei­ner Bau­stel­len ein Sta­pel St­ei­ne ge­gen ei­ne frisch ge­mau­er­te Wand ge­wor­fen wur­de.

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