Amü­san­tes Fl­oh­ren­nen

Nordwest-Zeitung - - MENSCH & LEBENSART -

Der Hun­de­floh (Cte­no­ce­pha­li­des ca­nis) ist ein Pa­ra­sit. Bis­lang dach­te man, es gin­ge die­sem läs­ti­gen In­sekt nur dar­um, sich bei Be­darf ein biss­chen Blut ab­zu­zwa­cken. Neue­re wis­sen­schaft­li­che Er­kennt­nis­se je­doch wer­fen ein völ­lig un­er­war­te­tes Licht auf die­sen Schma­rot­zer. Er nutzt näm­lich den Hund als ei­ne Art Ta­xi. Ein we­nig ge­zwickt, und der Vier­bei­ner trot­tet ge­mäch­lich. Sind je­doch meh­re­re Pei­ni­ger am Werk, wird der Kö­ter flink.

Am An­fang des mun­te­ren Ren­nens haf­tet auf je­dem der so­li­den Holz­hun­de be­reits ein Floh per Klett am Pelz. Wer an der Rei­he ist, wür­felt zwei Farb­wür­fel. Stimmt ei­ne Wür­fel­far­be mit ei­ner Floh­far­be auf dem ei­ge­nen Hund über­ein, springt der Floh ab und sucht sich ei­nen an­de­ren Hund. Sonst be­kommt man je nach Farb­wurf ein oder zwei Flö­he da­zu. Der Hund darf dann so vie­le Fel­der weit vor­wärts­lau­fen, wie er Flö­he auf dem Bu­ckel hat.

Die­se ein­fa­che Va­ri­an­te eig­net sich be­reits für Vier­jäh­ri­ge. Fort­ge­schrit­te­ne dür­fen bis zu vier Wür­fel ein­set­zen, je nach­dem auf wel­cher Po­si­ti­on ihr Hund im Renn­feld steht. Wer weit hin­ten liegt, hat durch mehr Wür­fel bes­se­re Chan­cen. Das ist aus­glei­chen­de Ge­rech­tig­keit, die das amü­san­te Fl­oh­ren­nen würzt.

Floh am Po von Pe­ter Wich­mann, Zoch, 2 bis 4 Spie­ler ab 4 J., 28 Eu­ro

P @ www.zoch-ver­lag.de

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