An­ge­mes­se­ne Preis­min­de­rung

Nordwest-Zeitung - - REISE -

ROS­TOCK – Das Ge­päck für ei­ne Kreuz­fahrt er­reicht die Pas­sa­gie­rin erst Ta­ge spä­ter auf dem Schiff. In die­sem Fall ist ei­ne nach­träg­li­che Min­de­rung des Rei­se­prei­ses zwi­schen 20 und 30 Pro­zent pro be­trof­fe­nem Ur­laubs­tag an­ge­mes­sen. Das zeigt ein Ur­teil des Amts­ge­richts Ros­tock (Az. 47 C 103/16), be­rich­tet die Deut­sche Ge­sell­schaft für Reiserecht in der Zeit­schrift „ReiseRecht ak­tu­ell“. Im ver­han­del­ten Fall ging es um ei­ne zwei­wö­chi­ge Kreuz­fahrt ent­lang der USOst­küs­te in die Ka­ri­bik. Erst nach neun Ta­gen kam das Ge­päck der Klä­ge­rin auf das Schiff. Die Ree­de­rei schenk­te der Frau 250 Eu­ro Bord­gut­ha­ben, zahl­te Er­satz­klei­dung und Hy­gie­ne­ar­ti­kel in Hö­he von 235 Eu­ro und nach der Rei­se noch ein­mal 370 Eu­ro. Der Klä­ge­rin reich­te das nicht, sie ver­lang­te ei­ne Min­de­rung des ge­sam­ten Rei­se­prei­ses (2399 Eu­ro) um 60 Pro­zent. Vor Ge­richt hat­te die Frau kei­nen Er­folg. Ei­ne hö­he­re Preis­min­de­rung als 20 bis 30 Pro­zent pro Ur­laubs­tag sei nur in Aus­nah­me­fäl­len vor­stell­bar – in die­sem Fall al­ler­dings nicht. Die Ree­de­rei ha­be be­reits knapp über 40 Pro­zent des Ta­ges­rei­se­prei­ses zu­rück­ge­zahlt, wenn man nur die neun Ta­ge oh­ne Ge­päck be­rück­sich­tigt.

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