AUCH EI­GE­NES WOHNUNGSGESUCH KANN ER­FOLG­REICH SEIN

Nordwest-Zeitung - - WOHNEN & LEBEN -

Fal­sche Ver­spre­chun­gen

soll­te man beim WG-Cas­ting un­be­dingt ver­mei­den. Da­zu ge­hö­ren bei­spiels­wei­se An­kün­di­gun­gen wie: „Ich ko­che je­den Frei­tag für euch“oder „Wenn ihr mich nehmt, dann ist der Bier­kas­ten im­mer ge­füllt“. Denn dar­an müs­se sich der neue Be­woh­ner spä­ter hal­ten. Das gel­te auch für Staub­sau­ger, Kaf­fee­ma­schi­ne und Co., die man beim Ein­zug in Aus­sicht stellt.

Emp­feh­lens­wert

ist, sich nach der Form des Miet­ver­tra­ges zu er­kun­den. Claus O. Dee­se, Ge­schäfts­füh­rer des Mie­ter­schutz­bun­des, nennt drei Va­ri­an­ten bei stu­den­ti­schen Wohn­ge­mein­schaf­ten: Bei der ers­ten

gibt es ei­nen Stu­den­ten als Haupt­mie­ter, der die an­de­ren Zim­mer un­ter­ver­mie­tet. Er kann ei­ge­ne Re­ge­lun­gen – auch be­züg­lich der Miet­hö­he – auf­stel­len. Bes­ser sei, wenn die Stu­den­ten die Woh­nun­gen ge­mein­sam mie­ten. Falls je­mand aus­zieht, kön­nen die Üb­ri­gen je­mand Neu­es su­chen, oh­ne dass sich am Haupt­miet­ver­trag et­was än­dert. Für Miet­aus­fäl­le haf­ten sie al­ler­dings ge­mein­sam. Am bes­ten ist es des­halb, wenn in der WG je­der ei­nen Ver­trag mit dem Ver­mie­ter ab­schließt.

Ei­ne Zu- oder Ab­sa­ge

er­hal­ten In­ter­es­sen­ten erst ei­ni­ge Ta­ge nach dem WGCas­ting, wenn die Be­woh­ner sich meh­re­re Be­wer­ber an­ge­schaut ha­ben. Klappt es nicht so­fort, soll­te sie das aber nicht zu sehr be­las­ten. Zehn Cas­tings könn­ten durch­aus nö­tig sein, meint Ja­na Tho­mas vom AStA der Uni Köln. Al­ter­na­tiv könn­ten Stu­den­ten selbst ein Wohnungsgesuch auf­ge­ben.

DPA-BILD: JO­HAN­NA UCHTMANN

WG-Zim­mer: viel­sei­tig ein­ge­rich­tet

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