„Ei+ Vor­bild für ge­leb­te Hu­ma+ität“

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Nordwest-Zeitung - - NACHRICHTE - VON AN:REAS HER­HOLZ, BÜ­RO BER­LIN

?ERLIN/PAPEN?URG + Die Glück­wün­sche kom­men von ganz oben: „Ein Vor­bild für ge­leb­te Hu­ma­ni­tät“sei er, der al­len Bür­ge­rin­nen und BürM gern ein „Bei­spiel für so­li­da­riM sches Han­deln, für Mit­ge­fühl und Ver­ant­wor­tungs­be­wuss­tM sein“ge­be, lobt Bun­des­prä­siM dent Fran­kMWal­ter St­ein­mei­er und gratuliert. Ru­dolf Sei­ters wird 80. Von po­li­ti­schen ÄmM tern hat sich der in Os­na­brück ge­bo­re­ne CDUMMann aus dem Ems­land längst zu­rückM ge­zo­gen und gibt nun An­fang De­zem­ber auch sein Eh­renM amt als Prä­si­dent des Deu­tM schen Ro­ten Kreu­zes ab.

Sei­ters zog 1969 in den Bun­des­tag ein, hat­te in der Bon­ner Re­pu­blik wich­ti­ge

po­li­ti­sche Schlüs­sel­po­si­ti­oM nen in­ne, war zu­nächst par­laM men­ta­ri­scher Ge­schäfts­füh­rer der Uni­ons­frak­ti­on, folg­te im Früh­jahr 1989 schließ­lich Wolf­gang Schäu­b­le als Kan­zM ler­amts­mi­nis­ter nach, sorg­te dort als Ver­trau­ter von HelM mut Kohl für ei­nen rei­bungsM lo­sen und ge­räusch­lo­sen AbM lauf.

Vor al­lem aber über­nahm er die Rol­le als ei­ner der in­nerM deut­schen Chef­un­ter­händ­ler in der Wen­de­zeit auf dem Weg zur Ein­heit. Der „stil­le MaM cher“war nicht der Ar­chi­tekt der Ein­heit, aber si­cher ei­ner der wich­tigs­ten Vor­ar­bei­ter. Sei­ters ha­be die Ver­ei­ni­gung des Lan­des in Frie­den und Frei­heit „mit Ru­he und BeM harr­lich­keit be­glei­tet und mitM ge­prägt“, wür­digt der Bun­desM prä­si­dent sei­ne Ver­diens­te.

Die wohl be­we­gends­ten Mo­men­te sei­nes Po­li­ti­kerleM bens wa­ren der Abend des 30. Sep­tem­bers 1989, als er mit Han­sMDietrich Gen­scher geM mein­sam auf dem Bal­kon der deut­schen Bot­schaft in Prag stand und der Au­ßen­mi­nis­ter den dort­hin ge­flüch­te­ten DDRMBür­gern die Ge­neh­miM gung zur Aus­rei­se ver­kün­de­te.

1991 über­nahm Sei­ters von Schäu­b­le das Bun­des­in­nenM mi­nis­te­ri­um – ein Traum­job für den Ju­ris­ten. Nur zwei JahM re spä­ter trat Sei­ters we­gen Pan­nen bei ei­ner An­tiMTer­rorM Ak­ti­on in Bad Klei­nen zu­rück. Als Bun­des­tags­vi­ze­prä­si­dent er­leb­te er schließ­lich von 1998 bis 2002 nach dem Re­gieM rungs­um­zug noch die ers­te Wahl­pe­ri­ode des Bun­des­ta­ges un­ter der Reichs­tags­kup­pel.

Er konn­te so­wohl Stam­mM tisch als auch di­plo­ma­ti­sches Par­kett, galt im Re­gie­rungs­beM trieb als die „stil­le Macht“. Sei­ters ha­be sich, so Bun­desM prä­si­dent St­ein­mei­er, gro­ße Ver­diens­te er­wor­ben. Frei­heit, Ge­rech­tig­keit und Ver­ant­worM tung sei­en für ihn nie­mals blo­ße For­meln ge­we­sen.

:PA-BIL:: BACHBANN

Lan;@><ri;er :RK-Pr>si­dent: Ru­dolA Sei­ters

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