Heim­spiel für Mer­kel in Vech­ta

Sanz­le­rin: „*ot-*ot-Grün darf nicht sein“– Al­t­hus­mann er­war­tet knap­pes *en­nen

Nordwest-Zeitung - - NIEDERSACHSE - VON GUNARS REICHENBACHS, RE­DAK­TI­ON HAN­NO­VER

Der CDU-Spit­zen­kan­di­dat schaut in *ich­tung FDP. Doch nach Sonn­tag sind auch an­de­re Ko­ali­tio­nen denk­bar.

VECH­TA – Die Band braucht’s gar nicht für die Stim­mung Im Ras­ta Do­me von Vech­ta. Der Ein­zug von Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel (CDU) an die­sem Don­ners­tag­abend gleicht ei­nem Tri­umph­marsch. Fast 2500 Men­schen klat­schen be­geis­tert. Im Schlepp­tau: Nie­der­sach­sens CDU-Spit­zen­kan­di­dat Bernd Al­t­hus­mann. Gleich mit ei­ner gan­zen Se­rie von Groß­kund­ge­bun­gen un­ter­stützt Mer­kel die Par­tei­freun­de in Nie­der­sach­sen vor dem kom­men­den Wahl­sonn­tag.

Liegt’s am Kopf-an-KopfRen­nen in den Um­fra­gen zwi­schen Al­t­hus­mann und SPDMi­nis­ter­prä­si­dent Ste­phan Weil im Ren­nen um die Staats­kanz­lei in Han­no­ver? Die Neu­gier ist je­den­falls rie­sig.

Die ers­ten Gäs­te rü­cken schon an­dert­halb St­un­den vor Be­ginn an. Ei­ni­ge ma­len noch per­sön­li­che Glück­wün­sche für Al­t­hus­mann auf die be­reit­lie­gen­den Pla­ka­te. An­de­re ge­neh­mi­gen sich ei­nen Pic­co­lo. Scham­pus auf den Sieg?

Früh be­setzt auch die Pro­mi-Plät­ze vor­ne. Die Land­tags­frak­ti­on gibt sich die Eh­re mit den Ab­ge­ord­ne­ten Jens Na­cke, Ste­phan Sie­mer und Karl-Heinz Bley. Sie sind aber an die­sem Abend in Ne­ben­rol­len.

Für Mer­kel in auf­fäl­lig gel­ber

Ko­s­tüm­ja­cke und Al­t­hus­mann ist Vech­ta noch mal ei­ne Ge­le­gen­heit, „72 St­un­den vor der Ent­schei­dung“Mit­glie­der und Sym­pa­thi­san­ten auf den End­spurt bis zum 15. Ok­to­ber ein­zu­schwö­ren. „Es wird ein knap­pes Ren­nen“, macht Al­t­hus­mann klar: „Ge­hen wir in die Schlacht“.

Wie ein Ge­spenst geis­tert die Vision von Rot-Rot-Grün durch den Saal in der Kreis­stadt Vech­ta. „Das darf nicht sein“, be­schwört Mer­kel. Schon Rot/Grün in Nie­der­sach­sen mit Mi­nis­ter­prä­si­dent Weil ha­be in den letz­ten Jah­ren für ei­ne Blo­cka­de im Bun­des­rat ge­sorgt. Mit ei­nem Links­bünd­nis wer­de es noch schlim­mer in der Bun­des­re­pu­blik.

Al­t­hus­mann, der die Kanz­ler will­kom­men heißt „im Kraft­zen­trum der Uni­on in Nie­der­sach­sen“macht die Al­ter­na­ti­ve eben­falls deut­lich: „Ent­we­der SPD, Lin­ke und Grü­ne oder ei­ne bür­ger­li­che Mehr­heit“mit der FDP.

Ob’s reicht? Al­t­hus­mann schließt an die­sem Abend auch an­de­re Ko­ali­tio­nen nicht aus. „Wir wer­den un­mit­tel­bar nach dem Sonn­tag­abend in Ge­sprä­che ein­tre­ten“, kün­digt Al­t­hus­mann Ver­hand­lun­gen mit SPD, FDP und Grü­nen an. Für ei­ne Gro­ße Ko­ali­ti­on? Al­t­hus­mann lässt’s of­fen.

Nur ei­nen Agrar­mi­nis­ter Chris­ti­an Mey­er (Grü­ne) schließt der CDU-Chef in sei­nem Ka­bi­nett aus. Der Na­me Mey­er reicht im Ol­den­bur­ger Müns­ter­land, um die Ge­füh­le der Zu­hö­rer in Wal­lung zu brin­gen.

Mer­kel be­schwört al­le im Ras­ta Do­me: Jetzt nach Hau­se ge­hen, die letz­ten Wan­kel­mü­ti­gen für die CDU ein­zu­fan­gen, denn: „Es wird ein knap­pes Ren­nen.“Der Rie­sen­bei­fall wirkt wie ei­ne Ant­wort: Wir ha­ben ver­stan­den.

BILD: TORS­TEN VON REEKEN

Bad in der Men­ge: Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel in gel­bem Ko­s­tüm am Don­ners­tag­abend in Vech­ta

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