Til Schweiger muss vor Ge­richt

Per­sön­li­che Face­book-Nach­richt öf­fent­lich ge­macht

Nordwest-Zeitung - - VORDERSEITE - VON BIR­GIT REI­CHERT

SAAR­BRÜ­CKEN – Der Re­gis­seur und Schau­spie­ler Til Schweiger (53) muss sich we­gen ei­nes Face­book-Posts vor Ge­richt recht­fer­ti­gen. Ei­ne Frau aus dem saar­län­di­schen Sulz­bach wirft ihm vor, ei­ne per­sön­li­che Nach­richt von ihr samt sei­ner Ant­wort dar­auf auf sei­ner Face­boo­ksei­te ver­öf­fent­licht zu ha­ben. Sie sieht ihr Per­sön­lich­keits­recht ver­letzt und ver­langt Un­ter­las­sung. Das Land­ge­richt Saar­brü­cken ha­be für ei­nen Ver­hand­lungs­ter­min am Frei­tag (17. No­vem­ber) das per­sön­li­che Er­schei­nen bei­der Par­teiDeutsch­land

en an­ge­ord­net, sag­te ein Spre­cher am Di­ens­tag. „Das ist üb­lich in Fäl­len von Ver­let­zun­gen des Per­sön­lich­keits­rechts.“

Die Saar­län­de­rin hat­te Schweiger nach der Bun­des­tags­wahl ge­fragt, ob er nun ver­las­sen wer­de – denn er ha­be ja vor der Wahl an­ge­kün­digt, dies bei ei­nem Ein­zug der AfD in den Bun­des­tag tun zu wol­len. Der Schau­spie­ler ha­be ihr ge­ant­wor­tet: „hey schnuf­fi...! da­te!? nur wir bei­de!?“und die Kon­ver­sa­ti­on öf­fent­lich ge­macht.

Nach An­ga­ben des Ge­richts­spre­chers geht es der Klä­ge­rin nicht um „den In­halt sei­ner Ant­wort, um die­se An­züg­lich­kei­ten, son­dern al­lei­ne dar­um, dass ih­re per­sön­li­che Nach­richt öf­fent­lich ge­macht wor­den ist“. Bei Ge­richt sei bis­her kei­ne Re­ak­ti­on von Schweiger ein­ge­gan­gen.

DPA-BILD: HA­SE

Re­agier­te bis­her noch nicht: Til Schweiger

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