Länd­li­che Re­gio­nen nicht ab­hän­gen

Städ­te- und Ge­mein­de­bund for­dert Kurs­wech­sel

Nordwest-Zeitung - - ACHRICHTE - VON TO­BI­AS SCHMIDT, BÜ­RO BER­LIN

BER­LIN – Deutsch­lands Kom­mu­nen war­nen die Ja­mai­kaSon­die­rer, beim Breit­band­aus­bau nur auf teu­re Glas­fa­ser­lei­tun­gen zu­set­zen. „Dies birgt die Ge­fahr, dass zu­nächst die wirt­schaft­lich ren­ta­blen Bal­lungs­ge­bie­te ver­sorgt wer­den. Wir be­fürch­ten, dass sich die be­reits be­ste­hen­de di­gi­ta­le Spal­tung dann noch wei­ter ver­tie­fen wür­de“, sag­te der Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Deut­schen Städ­te- und Ge­mein­de­bun­des (DStGB), Gerd Landsberg, am Di­ens­tag im Ge­spräch mit un­se­rer Ber­li­ner Re­dak­ti­on. „Wir ha­ben der­zeit we­der die not­wen­di­gen Fi­nanz­mit­tel in Hö­he von rund 80 Mil­li­ar­den Eu­ro noch die not­wen­di­gen Bau­ka­pa­zi­tä­ten, um die­ses Vor­ha­ben schnell um­zu­set­zen.“

Ein flä­chen­de­cken­der An­schluss von Woh­nun­gen und Ge­bäu­den an Glas­fa­ser­lei­tun­gen wür­de laut DStGB min­des­tens 15 bis 20 Jah­re in An­spruch neh­men. „So lan­ge kön­nen die länd­li­chen Re­gio­nen nicht auf ei­ne Ver­bes­se­rung der Ver­sor­gungs­la­ge war­ten.“Der Städ­te- und Ge­mein­de­bund for­dert, auf die Kom­bi­na­ti­on von Fest­netz und Mo­bil­funk mit dem neu­en Stan­dard 5G zu set­zen. „Ziel muss es sein, die Band­brei­ten flä­chen­de­ckend zu er­hö­hen, an­statt ei­ne Hoch­leis­tungs­ver­sor­gung für we­ni­ge an­zu­stre­ben“, so Landsberg.

„Wir war­nen da­vor, das Wün­schens­wer­te mit dem Mach­ba­ren zu ver­wech­seln. Bei der Breit­band­ver­sor­gung muss der Grund­satz ‚Flä­chen­de­ckung vor Hoch­ge­schwin­dig­keit‘ gel­ten“, er­klär­te Landsberg wei­ter. „Deutsch­land muss sich auf den Weg in die Gi­ga­bit-Zu­kunft ma­chen, oh­ne da­bei gro­ße Tei­le der Be­völ­ke­rung un­ter­wegs zu­rück­zu­las­sen.“Es sei­en ge­ra­de die länd­li­chen Re­gio­nen, die viel­fach nicht aus­rei­chend oder gar nicht mit Breit­band ver­sorgt sei­en. Wer­de dies nicht schnell ge­än­dert, könn­ten Bür­ger und Un­ter­neh­men auf dem Land nicht von der Di­gi­ta­li­sie­rung pro­fi­tie­ren.

„Wie fürvh­ten, die di­gi­ta­le Spal­tung wür­de sivh ver­tie­fen“GERD LANDSBERG, GE­SCHÄFTS­FÜH­RER DES DEUT­SCHEN STÄD­TE- UND GE­MEIN­DE­BUN­DES

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.