40 000 neue So­zi­al­woh­nun­gen mög­lich

Bau­mi­nis­ter Lies setzt auf Hil­fe vom Bund

Nordwest-Zeitung - - IEDERSACHSE - VON DO­RIS HEI­MANN

HAN­NO­VER – Nie­der­sach­sens Bau­mi­nis­ter Olaf Lies (SPD) geht da­von aus, dass bis zum Jahr 2030 bei gu­ten För­der­be­din­gun­gen 40 000 neue So­zi­al­woh­nun­gen im Land ent­ste­hen kön­nen. Die­se deut­li­che Stei­ge­rung könn­te sich po­si­tiv auf die Preis- und Miet­ent­wick­lung in Nie­der­sach­sen aus­wir­ken, sag­te Lies am Frei­tag im Land­tag.

Der­zeit wür­den al­ler­dings nur et­wa 1000 neue So­zi­al­woh­nun­gen im Jahr ge­baut, räum­te der Mi­nis­ter ein. Um das ge­nann­te Ziel zu er­rei­chen, müss­te die Zahl auf 4000 pro Jahr ge­stei­gert wer­den. Das Land setzt da­bei auch auf die fi­nan­zi­el­le Hil­fe des Bun­des. Ge­plant ist ei­ne Än­de­rung des Grund­ge­set­zes, da­mit sich der Bund künf­tig an der Fi­nan­zie­rung des so­zia­len Woh­nungs­baus be­tei­li­gen kann.

Der­zeit gibt es in Nie­der­sach­sen nach An­ga­ben des Bau­mi­nis­te­ri­ums in Han­no­ver 78000 So­zi­al­woh­nun­gen. Es fal­len aber vie­le in den 1990er Jah­ren mit För­der­gel­dern ge­bau­te Woh­nun­gen dem­nächst aus der Miet­bin­dung her­aus – bis zum Jahr 2025 wird das dem­nach et­wa die Hälf­te des jet­zi­gen Be­stan­des be­tref­fen.

Die SPD im Land­tag hat­te ge­fragt, wie hoch der Be­darf an So­zi­al­woh­nun­gen in Nie­der­sach­sen ge­schätzt wird. Da­zu sag­te Lies, der Lan­des­re­gie­rung sei es nicht mög­lich, die­sen Wert zu er­mit­teln. Er ver­wies auf die all­ge­mei­nen Be­rech­nun­gen der nie­der­säch­si­schen In­ves­ti­ti­ons­und För­der­bank, wo­nach bis 2035 rund 300000 Woh­nun­gen feh­len wer­den.

DPA-BILD: SPATA

Olaf Lies plant bis 2030, dass 40 000 sol­cher So­zi­al­woh­nun­gen im Land ent­ste­hen.

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