Pav­len­ka schiebt Zwei­fel bei­sei­te

Tsche­che kehrt Sonn­tag ge­gen Nürn­berg ins Wer­der-Tor zu­rück

Nordwest-Zeitung - - SPORT - VON CHRIS­TO­PHER DEEKEN UND TO­BI­AS BRINK­MANN

Vor zwei Wo­chen hat­te Pav­len­ka nach ei­nem Zu­sam­men­prall ei­ne Ge­hirn­er­schüt­te­rung er­lit­ten. Er­in­nern kann er sich nicht mehr dar­an.

BREMEN – Flo­ri­an Koh­feldt mach­te es kurz. „Er wird spie­len kön­nen“, sag­te der Trai­ner von Fuß­ball-Bun­des­li­gist Wer­der Bremen am Frei­tag. Ge­meint war Ji­ri Pav­len­ka – die Bre­mer kön­nen im Heim­spiel ge­gen den 1. FC Nürn­berg an die­sem Sonn­tag (15.30 Uhr/We­ser­sta­di­on) wie­der auf ih­ren Stamm­tor­hü­ter bau­en. Der tsche­chi­sche Na­tio­nal­kee­per hat­te sich vor zwei Wo­chen beim 2:1Er­folg in Frank­furt ei­ne Ge­hirn­er­schüt­te­rung zu­ge­zo­gen und war am ver­gan­ge­nen Don­ners­tag wie­der ins Mann­schafts­trai­ning ein­ge­stie­gen.

Pav­len­ka hat­te die Ver­let­zung er­lit­ten, als er nach ei­nem zu kur­zen Rück­pass von Lud­wig Au­gus­tins­son aus dem Tor ge­eilt und mit dem Frank­fur­ter Mijat Ga­ci­no­vic zu­sam­men­ge­prallt war. Der 26-Jäh­ri­ge ver­lor dar­auf­hin für kur­ze Zeit das Be­wusst­sein. „Sel­ber ha­be ich gar kei­ne Er­in­ne­rung mehr dar­an. Ich kann mich an das Spiel er­in­nern und dann dar­an, wie ich auf dem Bo­den lag. Da­zwi­schen gab es ei­nen Film­riss“, sag­te Pav­len­ka im In­ter­view mit dem „We­ser-Ku­ri­er“. Zwei­fel schob er vor sei­ner

Rück­kehr ins Wer­der-Tor bei­sei­te: „Ich ha­be kei­ne Angst. Wenn man zu ängst­lich ist, pas­siert wahr­schein­lich noch eher et­was.“

Wäh­rend die Tor­wart­fra­ge für Sonn­tag ge­klärt ist, bleibt of­fen, ob Nu­ri Sa­hin ge­gen Nürn­berg zu sei­nem ers­ten Bun­des­li­ga-Ein­satz für Wer­der kommt. „Grund­sätz­lich ist Nu­ri ein Kan­di­dat für die Start­elf. Aber da fal­len mir auch 15 an­de­re Spie­ler ein – min­des­tens“, mein­te Koh­feldt, der aber über den kurz vor Trans­fer­schluss ver­pflich­te­ten Ex-Dort­mun­der rich­tig

ins Schwär­men ge­riet. „Er kommt sehr gut in der Ka­bi­ne an“, sag­te der Wer­der-Coach: „Er hat ei­ne Au­ra und ist ei­ne Per­sön­lich­keit.“

Sa­hin kämpft ge­gen den bis­lang eta­blier­ten Phil­ipp Barg­fre­de um ei­nen Platz in der Schalt­zen­tra­le. „Das ist ein schö­ner Lu­xus“, sag­te Koh­feldt. Al­ler­dings könn­te der Rou­ti­nier auch ei­ne Po­si­ti­on im Mit­tel­feld nach vor­ne rü­cken. „Es geht dar­um, vor je­dem Spiel die rich­ti­ge Mi­schung zu fin­den. Wir kön­nen jetzt im­mer auf Form­schwan­kun­gen re­agie­ren“, er­klär­te

der Bre­mer Chef­trai­ner.

Wäh­rend Barg­fre­de mehr als Kämp­fer über­zeugt und als Bal­le­r­obe­rer sei­ne Stär­ken hat, ist Sa­hin eher der Stra­te­ge. „Was ihn aus­zeich­net: Er bringt in un­ser Of­fen­siv­spiel ei­ne Va­ri­an­te von die­ser Po­si­ti­on ein, die wir sonst nicht ha­ben“, lob­te Koh­feldt den 30-Jäh­ri­gen und er­klär­te: „Das ist der ge­ziel­te Ball in die Tie­fe, mit dem wir tief ste­hen­de Geg­ner aus an­de­rer Po­si­ti­on über­spie­len kön­nen.“Ge­nau die­se Qua­li­tä­ten könn­ten ge­gen den Auf­stei­ger Nürn­berg ge­braucht wer­den.

DPA-BIL­DER: JAS­PER­SEN/FREY

Ji­ri Pav­len­ka kehrt am Sonn­tag ge­gen Nürn­berg ins Wer­der-Tor zu­rück. Vor zwei Wo­chen hat­te der Tsche­che nach ei­nem Zu­sam­men­prall mit ei­nem Frank­fur­ter Ge­gen­spie­ler ei­ne Ge­hirn­er­schüt­te­rung er­lit­ten und muss­te aus­ge­wech­selt wer­den (kl. Bild).

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