Un­fair

Nordwest-Zeitung - - MEINUNG - VON DET­LEF DRE­WES, BÜ­RO BRÜS­SEL

D ie Lis­te der Sün­den­fäl­le ist lang. Jah­re­lang hat die Brüs­se­ler EU-Kom­mis­si­on Bei­spie­le ge­sam­melt, wie Ein­zel­han­dels­ket­ten den Bau­ern das Le­ben schwer ma­chen. In der Kom­mis­si­on hat man die Nach­tei­le für die Agrar­be­trie­be auf elf Mil­li­ar­den Eu­ro pro Jahr hoch­ge­rech­net. Kein Wun­der, dass die Her­stel­ler über exis­tenz­be­dro­hen­de Prak­ti­ken kla­gen. Was nun vor­liegt, kommt tat­säch­lich ei­ner Ent­mach­tung der Kon­zer­ne gleich – das war schließ­lich die Ab­sicht. Die Pro­du­zen­ten (al­so die Bau­ern) sol­len ge­gen­über den Ket­ten ge­stärkt werden, um bes­se­re Prei­se er­zie­len zu kön­nen, die ih­re Kos­ten de­cken.

Dass die Rech­nung un­term Strich hö­he­re Prei­se für den Ver­brau­cher nach sich zieht, er­scheint klar. Die­se kön­nen bis­her da­durch un­ter­lau­fen werden, dass die Nah­rungs­mit­tel­in­dus­trie eben nicht nur vor Ort, son­dern welt­weit ein­kauft – oh­ne Rück­sicht dar­auf, dass in der ei­ge­nen Re­gi­on die Hö­fe ster­ben. Das kann und darf nie­mand ernst­haft wol­len. @Den Au­tor er­rei­chen Sie un­ter fo­rum@in­fo­au­tor.de

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