Fehl­ge­steu­ert

Nordwest-Zeitung - - MEINUNG - VON MAR­KUS SIE­VERS, BÜ­RO BER­LIN

Den ei­nen ist das Ren­ten­pa­ket der schwarz-ro­ten Ko­ali­ti­on viel zu teu­er, den an­de­ren geht es nicht weit ge­nug. Dar­aus folgt aber nicht au­to­ma­tisch, dass sich die Re­gie­rung mit ih­rer Ren­ten­po­li­tik in der Gol­de­nen Mit­te be­wegt.

Je­dem Ein­zel­nen, je­der Ein­zel­nen sind die zu­sätz­li­chen An­sprü­che zu gön­nen. Dies gilt be­son­ders für die äl­te­ren Müt­ter, die Kin­der groß­ge­zo­gen und da­mit auch ei­nen wich­ti­gen Bei­trag für die Zu­kunfts­fä­hig­keit des So­zi­al­staa­tes ge­leis­tet ha­ben. Al­ler­dings sind vie­le von ih­nen gera­de in die­ser Ge­ne­ra­ti­on durch ih­re Ehe­part­ner gut ab­ge­si­chert. Sie sind nicht wirk­lich auf die Ex­tra­zah­lun­gen an­ge­wie­sen. Die aber müs­sen er­wirt­schaf­tet werden. Dies trifft zwangs­läu­fig die Jün­ge­ren, die heu­te in Lohn und Ar­beit ste­hen. Und da fängt das Pro­blem an. Ein zu gro­ßer Teil des Ren­ten­pa­kets dient nicht dem Kampf ge­gen Ar­mut, son­dern der Leis­tungs­ver­bes­se­rung für vie­le, oh­ne­hin gut ge­stell­te Men­schen.

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