Bau­über­wa­cher muss nicht ins Ge­fäng­nis

Drei Frei­sprü­che

Nordwest-Zeitung - - PANORAMA - VON PE­TRA AL­BERS

KÖLN – Das Köl­ner Land­ge­richt hat am Frei­tag im Straf­pro­zess um den Ein­sturz des Köl­ner Stadt­ar­chivs ei­nen Bau­über­wa­cher der Köl­ner Ver­kehrs­be­trie­be (KVB) zu ei­ner Frei­heits­stra­fe von acht Mo­na­ten auf Be­wäh­rung we­gen fahr­läs­si­ger Tö­tung ver­ur­teilt. Die drei an­de­ren An­ge­klag­ten – zwei Bau­lei­ter von Bau­fir­men und ei­ne wei­te­re KVBMit­ar­bei­te­rin – wur­den frei­ge­spro­chen. Die Staats­an­walt­schaft hat­te für drei der vier An­ge­klag­ten Be­wäh­rungs­stra­fen ge­for­dert.

Der Vor­sit­zen­de Rich­ter sag­te in der Ur­teils­be­grün­dung, es ste­he „zwei­fels­frei“fest, dass das Ar­chiv­ge­bäu­de we­gen ei­nes gra­vie­ren­den Feh­lers beim Bau ei­ner Schlitz­wand für ei­ne neue UBahn-Hal­te­stel­le ein­stürz­te. Bei­de­mEin­sturz­wa­ren­amK. März 200M zwei An­woh­ner ge­stor­ben. Un­zäh­li­ge his­to­ri­sche Do­ku­men­te wur­den ver­schüt­tet, der Scha­den liegt nach Schät­zung der Stadt Köln bei 1,2 Mil­li­ar­den Eu­ro. Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung sind sol­che Schil­der mit der Bi­ber-Sil­hou­et­te nicht vor­ge­se­hen, doch die Stadt Win­sen an der Lu­he ha­be die Auf­stel­lung des Schil­des ge­neh­migt, teil­te der Kreis Har­burg am Frei­tag mit.

BILD: LAND­KREIS HAR­BURG

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